Zu den wichtigsten Methoden der refraktiven Chirurgie gehört die „Laser in situ Keratomileusis" (LASIK). Vorteile von LASIK gegenüber anderen Methoden sollen unter anderem die schnelle postoperative Rehabilitation und wenig postoperative Beschwerden sein. Außerdem kann man damit starke Kurzsichtigkeit im hohen Dioptrienbereich korrigieren. Immer wieder hat man bei dieser noch relativ jungen Methode bemängelt, dass die Langzeitergebnisse unsicher seien.

Nun haben spanische Wissenschaftler des „Vissum-Instituto Oftalmológico de Alicante and Miguel Hernandez University, Medical School in Alicante, Spanien, Daten einer Langzeituntersuchung über zehn Jahre vorgelegt. 118 Patienten mit 196 kurzsichtigen Augen hatten daran teilgenommen. Im Durchschnitt lag die jeweilige Sehschwäche bei minus 13,95 Dioptrien. Alle waren in den 90er Jahren mit LASIK behandelt worden. Jeweils drei Monate beziehungsweise ein, zwei, fünf und zehn Jahre nach dem kleinen operativen Eingriff wurden die Patienten untersucht.

Zehn Jahre nach der Operation lag die Fehlsichtigkeit bei 82 (42 Prozent) der 196 kurzsichtigen Augen innerhalb von minus bis plus einer Dioptrie, 119 Augen (61 Prozent) lagen innerhalb von plus oder minus zwei Dioptrien. Bei 54 Augen (27,5 Prozent) mussten die Ärzte nachkorrigieren, weil sie nicht stark genug korrigiert hatten, oder die Augen waren nach ausreichender Korrektur wieder schlechter geworden.

Bei jenen Augen, die nach initialer LASIK-Operation wieder schlechter wurden, aber nicht nachkorrigiert worden waren, verlangsamte sich die Regression mit den Jahren und lag bei durchschnittlich minus 0,25 Dioptrien pro Jahr. Da die LASIK-Geräte in den vergangenen zehn Jahren noch besser wurden, vermuten die Studienleiter, dass aktuelle LASIK-Operationen sogar noch bessere Ergebnisse haben dürften.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Ophthalmology 2008, Vol. 145, S. 55-64