Das haben nun Wissenschaftler des Harvard and Massachusetts General Hospital in den USA nachgewiesen. Sie untersuchten an ihrer Klinik Herztransplantationskandidaten aus den Jahren 2005 bis 2007. Dabei verglichen sie jene, deren krankes Herz bis zur Transplantation mit einem LVAD unterstützt wurde mit jenen Patienten, die ein solches Gerät nicht erhielten. Die Wissenschaftler interessierten sich dabei für die Nierenleistung der Patienten.

33 Patienten konnten Daten für diese Untersuchung liefern. 17 von ihnen hatten ein LVAD erhalten, 16 nicht. Das Durchschnittsalter und die glomeruläre Filtrationsleitung zu Beginn der Untersuchung war in beiden Gruppen vergleichbar.

Einen Monat nach Einsetzung des LVAD verbesserte sich bei den betroffenen Patienten die glomeruläre Filtrationsleistung signifikant im Vergleich zu den Patienten ohne LVAD: Sie stieg von durchschnittlich 54 mL/min auf durchschnittlich 79 mL/min. Dies entsprach in etwa der glomerulären Filtrationsleistung, die sich sechs Monate nach der erfolgreichen Transplantation zeigte. Bei jenen Patienten, die kein Linksherz-Unterstützungssystem erhielten, blieb die glomeruläre Filtrationsleistung bis zur Transplantation unverändert.

Auch sechs Monate nach der Einpflanzung des neuen Herzens waren jene Patienten, die zuvor ein System erhalten hatten, den Patienten der Kontrollgruppe überlegen: die jeweiligen glomerulären Filtrationsraten betrugen durchschnittlich 78 mL/min beziehungsweise 53 mL/min (p gleich 0.0003).

Die Wissenschaftler wollen nun in weiteren Studien klären, ob die Verbesserung der Nierenleistung auch bedeutet, dass Patienten nach Einsatz eines LVAD eine Herztransplantation länger überleben als ohne ein solches Linksherz-Unterstützungssystem.

MEDICA.de; Quelle: Journal of Heart and Lung Transplantation 2008, Vol. 27 (2 suppl), S. S62