Den Zusammenhang zwischen Lachen und Blutdruck hat Dr. Madan Kataria, Gründer der „Laughter Yoga School“, der Lachyoga-Schule, untersucht. Kataria kombiniert dabei Lachen mit Yoga- und speziellen Dehnübungen. Alle Probanden sitzen in einer Gruppe im Yogasitz und beginnen zu lachen, zunächst ohne Grund: Lachen als körperliche Übung.

Dabei schauen sich die Probanden gegenseitig an und das Komische der Situation führt dann dazu, dass das künstliche Lachen in ein natürliches Lachen übergeht. Dieses Lachen, in Kombination mit Yoga-Atmung, die mehr Sauerstoff in Körper und Gehirn bringt, soll physiologische Folgen haben und den systolischen wie auch diastolischen Blutdruck senken.

Genau dies wurde nun in einer Studie untersucht, an der 200 Personen in Indien teilnahmen. Alle absolvierten während eines dreiwöchigen Zeitraums sieben Lachyoga-Sitzungen, die etwa 20 bis 30 Minuten dauerten. Bis zu einer Minute lang simulierten die Probanden dabei Gelächter, bis es in echtes Lachen überging. Darauf folgten Dehnübungen. Innerhalb einer Sitzung wird dieser Prozess mehrfach wiederholt.

Nach dem dreiwöchigen Lachyoga-Training verglich man die Probanden mit einer Kontrollgruppe, die dieses Training nicht gemacht hatten. Dabei zeigte sich, dass der systolische Blutdruck bei den Lachprobanden um durchschnittlich 6 mmHg gesunken war, auch im Vergleich zu den Nicht-Lachern. Dieser Unterschied war signifikant.

MEDICA.de; Quelle: American Society of Hypertension 2008 Annual Meeting