Lachen ist gesund

Foto: Lachende Frau

Heiterkeit wirkt sich positiv auf die
Gesundheit aus; © SXC

Eine zusätzliche halbe Stunde Heiterkeit am Tag führt zu messbaren Veränderungen im Hormonhaushalt. Diese wirken sich vorteilhaft auf den Krankheitsverlauf des Diabetes mellitus aus, so Professor Helmut Schatz von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

Heiterkeit löst nicht nur seelische Spannungen, sondern wirkt sich auch positiv auf den Hormonhaushalt aus. So steigert beispielsweise schon die Vorfreude auf einen lustigen Film die Bildung des stimmungsaufhellend wirkenden Hormons Endorphin. Gleichzeitig sinkt die Ausschüttung von Stresshormonen, wie Lee Berk von der Universität Loma Linda in Kalifornien herausfand. Seine neueste Untersuchung belegt jetzt erstmals den günstigen Effekt von Humor auf eine Diabeteserkrankung.

Gemeinsam mit dem Diabetesspezialisten Stanley Tan untersuchte Lee Berk zwanzig Menschen mit Diabetes mellitus, Blutfetterhöhung und Bluthochdruck. Die Hochrisiko-Patienten benötigten nicht nur mehrere Blutzuckermedikamente, sondern auch Blutdruck- und Cholesterinsenker. Der Hälfte der Patienten verordneten die Ärzte zusätzlich zu den Medikamenten eine halbe Stunde Heiterkeit täglich - in Form eines lustigen Films.

Die positiven Auswirkungen zeigten sich bereits nach zwei Monaten bei einer Nachuntersuchung: Die 'Lachtherapie' hatte nicht nur die Konzentration der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin gesenkt. Auch die Laborwerte für Blutfette und Entzündungsreaktionen - beide fördern die Arterienverkalkung - besserten sich. Die Unterschiede zur Vergleichsgruppe, deren Teilnehmer keine Videos erhalten hatten, waren deutlich. Die Humorstudie ist nach Meinung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie ernst zu nehmende klinische Forschung. Nichts spricht dagegen, Heiterkeit mit in die Diabetes-Therapie zu integrieren, so das Fazit.

MEDICA.de; Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften