Bally-Cuif überzeugte das Auswahlgremium durch herausragende Leistungen in den Neurowissenschaften. Sie untersucht am Institut für Entwicklungsgenetik des GSF - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit, welche Mechanismen und Faktoren die Entwicklung der Nervenzellen und des Nervensystems sowie die Funktion des Gehirns von Wirbeltieren steuern. Dabei konzentriert sie sich auf die Mittel- und Hinterhirnregion von Zebrafischen. Dort liegen Zentren, die das soziale Verhalten entscheidend beeinflussen.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Funktion und Regulation bestimmter Gene in der Entwicklung dieser Hirnregionen. Um der Komplexität des Gehirns gerecht zu werden, betrachtet sie in einem integrierten Ansatz die verschiedenen Steuerungsprozesse in ihrem Zusammenspiel. Außerdem interessiert sie sich für bestimmte molekulare Aspekte der Drogenabhängigkeit.

Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Heinz Maier-Leibnitz-Preis unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Nachwuchsforscherinnen und -forscher in ihrer wissenschaftlichen Weiterentwicklung. Der Preis ist nach dem im Jahr 2000 verstorbenen ehemaligen DFG-Präsidenten und Atomphysiker Heinz Maier-Leibnitz benannt.

MEDICA.de; Quelle: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit