22.09.2010

OptiMed Medizinische Instrumente GmbH

Legen eines Stent für die Becken- / Beinregion mittels Zugang über den Arm

Immer häufiger können Patienten die einen Stent (Gefässstütze) im Becken-/ Beinbereich erhalten müssen, aufgrund Ihrer Vorerkrankungen nicht wie üblich über die Leiste (Femoralarterie) behandelt werden.

Gründe hierfür können vernarbtes Gewebe an der Zugangsstelle auf Höhe der sogenannten Femoralarterie sein, oder dass der Führungsdraht die Stenose (Verengung) von der herkömmlichen Seite nicht passieren kann. Die Vernarbungen treten bei Patientien auf die zuvor eine Strahlentherapie erhalten haben, oder aufgrud Ihrer Vorerkrankungen schon häufige Interventionen an der femoralen Zugangsstelle hatten.

Der sogenannte transbrachiale/transradiale Zugang wird in der Kardiologie schon seit mehreren Jahren angwendet. Bisher bestand das Problem für die Becken und Beingefässe im Vergleich zur Kardiologie darin, dass der Weg vom Arm zur Becken-/Beinregion zu lang war und die miniaturisierten Kathetermaterialien diesen enormen Belastungen nicht standhielten.

Der Firma OptiMed ist es nun gelungen, einen Stent speziell für diesen Zugang über den Arm zu entwickel, der der diesen Belastungen im vollen Umfang standhält. Der sinus-SuperFlex-518 ist ein flexibler selbstexpandierbarer Nitinol Stent, der spezifisch für das Stenten im Becken-/ Beinbereich konzipiert wurde. Das Produktportfolio wird für diesen transbrachialen/transradialen Zugangsweg (über den Arm) durch den passenden Führungsdraht (Plywire), Zugangsschleuse (Epsylar) und einem PTA-Ballon (Dilexx) abgerundet.
Die transbrachiale Intervention unter ambulanten und stationären Bedingungen ist ein sicherer Zugangsweg mit einer geringen Komplikationsrate.