Der Hormonwissenschaftler Professor Brüning arbeitet am Institut für Genetik der Universität zu Köln. Der 40-jährige Endokrinologe gehört dem Beirat der Sektion Diabetes und Stoffwechsel der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) an. Die Fördersumme beträgt zweieinhalb Millionen Euro.

Seine Forschung erbrachte wegweisende Erkenntnisse auf dem Gebiet der molekularen Diabetesforschung: Professor Brüning zeigte, wie Rezeptoren für das Hormon Insulin - in fast jeder Zelle des Körpers - das Gewicht kontrollieren. Im Rahmen seiner Studien mit genetisch manipulierten Mäusen fand er auch heraus, warum die Bauchspeicheldrüse bei Übergewicht zu wenig Insulin freisetzt.

Darüber hinaus ist es dem Endokrinologen gelungen, im Gehirn bestimmte Nervenzellen auszumachen, die Nahrungsaufnahme und Sättigung regulieren. "Vor allem vor dem Hintergrund der sich epidemieartig ausbreitenden Adipositas, sind diese Erkenntnisse zukunftsweisend", betont Professor Dr. med. Harald Klein, Mediensprecher der DGE. Fettleibigkeit trifft mittlerweile nahezu 20 Prozent der Bevölkerung.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm 1985 eingerichtet. Dessen Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschung zu erweitern, sie von administrativer Arbeit zu entlasten und ihnen zudem zu ermöglichen, besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftler zu beschäftigen. Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten können sich für den Preis qualifizieren.

MEDICA.de; Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften