Für 2005 rechnet die Bundesregierung hiernach mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts innerhalb der Spanne von real 0,75 bis 1,25 %. Für das Jahr 2006 geht sie von einem BIP-Anstieg in der Spanne von 1,5 % bis 2 % aus.

Grundlage dieser Erwartungen bildeten die zunehmend binnenwirtschaftlichen Wachstumsbeiträge - bei der Investitionstätigkeit und auch dem privaten Konsum - bei etwas geringeren, aber immer noch kräftigen außenwirtschaftlichen Impulsen, so die Erklärung.

Die Investitionsentwicklung profitiere von den kräftig gestiegenen Gewinnen, dem aufgestauten Ersatz- und Modernisierungsbedarf und den sich aufhellenden binnenwirtschaftlichen Absatzperspektiven. Der private Konsum würde durch steuerliche Entlastungen, sinkende Krankenversicherungsbeitragssätze sowie durch die Trendumkehr auf dem Arbeitsmarkt gestützt. Die Erwerbstätigkeit, die bereits seit Jahresbeginn 2004 zunimmt, wird sich in diesem und dem nächsten Jahr weiter spürbar beleben, so die Prognose der Bundesregierung.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich im Verlauf dieses Jahres - mit den weiter wirkenden Arbeitsmarktreformen - zunehmend verbessern. Im Jahresdurchschnitt werde die Zahl der Arbeitslosen jedoch infolge des Anstiegs zu Jahresbeginn im Zusammenhang mit der Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe noch bei 4,77 Mio. liegen. Im kommenden Jahr rechnet die Bundesregierung dann im Jahresdurchschnitt mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit auf unter 4,5 Mio.

In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2005 war die Bundesregierung noch von einem BIP-Wachstum für 2005 von 1,5 bis 2 % ausgegangen. Die Revision mit der heutigen Frühjahrsprojektion trägt vor allem der ungünstigeren statistischen Ausgangsbasis im 4. Quartal 2004 sowie der Ölpreisentwicklung Rechnung.

MEDICA.de; Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit