Luftverschmutzung lässt Blutdruck in die Höhe schießen

Bekannt war bereits länger, dass die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle an Tagen mit besonders hoher Feinstaubbelastung zunimmt. Doch wie die Wissenschaftler vom Institut für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie nun herausfanden, wirkt sich die Feinstaubbelastung nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig negativ auf den Blutdruck aus.

Untersucht wurden 4500 Männer und Frauen im Alter von 45-75 Jahren. Sie kamen aus den Städten Bochum, Essen und Mülheim an der Ruhr und unter anderem wurde bei ihnen der Blutdruck gemessen. Diese Werte stellten die Forscher dann der Feinstaubbelastung der Luft gegenüber. Ergebnis: Der Anstieg der Feinstaubbelastung ging deutlich mit einem Anstieg des mittleren Blutdrucks einher. Frauen waren dabei insgesamt stärker betroffen als Männer.

Die Feinstaubbelastung der Luft ist vor allem an stark befahrenen Straßen sehr ausgeprägt. Zwar kann sich der hier herrschende Verkehrslärm ebenfalls negativ auf den Blutdruck auswirken. Die Wissenschaftler gaben allerdings an, diese Faktoren voneinander trennen können. Sie sehen die Feinstaubbelastung als eigenständigen Risikofaktor für Bluthochdruck.

MEDICA.de; Quelle: Universität Duisburg-Essen