Lust am Sport wird an Kinder weitergegeben

Foto: Eine Schwimmerin

Schwimmen ist zwar noch keine
Garantie auf sportliche Kinder, aber...
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Regelmäßige körperliche Aktivität nützt der Gesundheit von Erwachsenen und soll auch bei Kindern Vorteile haben. Inwiefern sich Sport im Kindesalter tatsächlich positiv auswirkt, ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Im Wesentlichen geht es dabei auch um die Frage, ob man schon als Kind und Jugendlicher Sport treiben muss, um wirklich lang andauernde Gesundheitsvorteile als Erwachsener zu haben oder ob man auch erst als Erwachsener mit dem Sport beginnen kann.

Da die Frage, in welchem Alter Kinder oder Jugendliche mit dem Sport beginnen sollten, also nicht unwichtig ist, haben sich Wissenschaftler aus Großbritannien nun die Frage gestellt, ob es bei Kindern bestimmte Determinanten gibt, die darauf hinweisen, ob ein Kind mit elf oder zwölf Jahren Sport treibt.

An dieser prospektiven Kohortenstudie im Rahmen der „Avon longitudinal study of parents and children“ nahmen 5.451 Kinder teil. Mit Hilfe eines Aktigraphen wurde bei ihnen gemessen, wie oft und wie lange sie sich pro Tag bewegten. Außerdem erhoben die Studienleiter Daten von den Eltern der Kinder.

Beim Abgleich der Daten zeigte sich, dass es einen moderaten Zusammenhang gibt zwischen einem bestimmten Verhalten der Eltern und der körperlichen Aktivität ihrer Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren: Mütter, die während der Schwangerschaft viel schwimmen oder schnell spazieren gingen, hatten mit einer leicht höheren Wahrscheinlichkeit später sportliche Elf- und Zwölfjährige. Auch die körperliche Beweglichkeit der Eltern, wenn die Kinder 21 Monate alt sind, kann darauf hinweisen, ob aus den Kindern mal ein sportlicher Junge oder ein sportliches Mädchen wird.

Natürlich macht nicht allein das Schwimmen während der Schwangerschaft aus dem Nachwuchs sportliche Kinder. Vielmehr dürfte es so sein, dass Frauen, die während der Schwangerschaft sportlich aktiv sind, dann später auch ihren Kindern die Lust an der Bewegung vermitteln.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Journal 2008, Vol. 336, S. 26-29