26.02.2008

Marabu EDV-Beratung und -Service GmbH

Münchner Klinikverbund startet mit digitalem Archivsystem und konsolidiertem Krankenhausinformationssystem

Berlin, 11. Februar 2008 – Seit dem 1. Januar nutzen alle fünf Kliniken des Städtischen Klinikums München ein standortübergreifendes Krankenhausinformationssystem (KIS) sowie ein gemeinsames Archivsystem. Zuvor hatten die einzelnen Standorte jeweils eigenständige SAP-Systeme, die jeweils mit einem standortübergreifenden Labor- und Radiologiesystem verbunden waren. Die Altdaten sind nun im neuen Digitalarchiv PEGASOS gespeichert. Über diesen Weg sind sie aus der Oberfläche des neuen, konsolidierten SAP-Systems zugänglich. Mittels eines in PEGASOS integrierten Master-Patient-Index werden dazu an einen Patientenstamm des Neusystems die zugehörigen Patienten- und Falldaten aus den alten Systemen geknüpft. Nach nur sechs Monaten seit Auftragsvergabe an den Archiventwickler Marabu EDV GmbH stehen damit den Ärzten und dem Pflegepersonal medizinisch relevante Patienteninformationen an allen Standorten zur Verfügung.

Von Seiten der Projektleitung des Klinikverbundes wurde vor allem die strukturierte Zusammenarbeit gelobt und die hohe Bereitschaft sich auf die außergewöhnlich komplexen Detailfragen und Integrationsanforderungen im Umfeld des Gesamtprojektes einzulassen. Projektleiter Dr. W. Seibert zeigt sich außerdem sehr zufrieden mit dem hohen Engagement und der Präzision, mit der die Anforderungen im Rahmen der vorhandenen Systemlösung umgesetzt werden konnten.

Der straffe Zeitplan war eine der größten Projektherausforderungen. So mussten die eigenständigen KIS der Klinikstandorte Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Thalkirchner Straße bei laufendem Betrieb konsolidiert und die circa 4,5 Millionen Altdokumente und -datensätze in das neue Archivsystem überführt werden. Ihre Verknüpfung mit den entsprechenden Patienten im neuen, konsolidierten KIS erfolgt jetzt während der Patientenaufnahme direkt im SAP IS-H Aufnahmedialog über den Master-Patient-Index. Für die kontinuierliche Übernahme aktueller Befunde aus dem Labor- und Radiologiesystem in das Archiv implementierte Marabu die entsprechenden Befundschnittstellen. Berechtigte Anwender aller Kliniken können nun rund um die Uhr jedes historische Patientendokument der letzten drei Jahre direkt aus dem klinischen Arbeitsplatzsystem i.s.h.med heraus aufrufen. Das reduziert Wartezeiten, ermöglicht schnelle Therapieentscheidungen und hilft die Patientenversorgung zu optimieren.

„Ein Projekt dieser Größenordnung war in so kurzer Zeit nur durch die gute Zusammenarbeit mit dem Klinikverbund und unserem Partner Steria Mummert Consulting AG realisierbar“, resümiert Thomas Lichtenberg, Projektleiter und Geschäftsführer bei Marabu, und bedankt sich für das große Engagement aller Beteiligten. In 2008 stehe nun die Übernahme der vor 2005 erzeugten medizinischen Dokumente sowie der buchhalterischen Belege aus den SAP ERP-Modulen in das Archivsystem an.