Viele Menschen bekommen zu wenig Schlaf. Einer der Gründe dafür kann sein, dass Kinder im Hause leben. Besonders Frauen machen dann deutlich kürzer ein Auge zu als Männer. Dies zeigt jetzt eine Studie, die beim „American Psychiatric Association's 59th Institute on Psychiatric Services” vorgestellt wurde.

Wissenschaftler haben sich dabei gefragt, ob Kinder im Haus den Schlafrhythmus und vor allem die Schlafdauer von Menschen beeinflussen können. Dazu nutzten sie die Daten des Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS), das im Jahre 2002 begonnen wurde und bis heute andauert. Regelmäßig werden randomisiert ausgewählte Personen angerufen und man befragt sie in Bezug auf bestimmte Gesundheitsparameter.

Unter anderem fragte man die Probanden danach, an wie vielen Tagen in den vergangenen 30 Tagen sie nicht ausgeschlafen waren. Diese Frage stellte man 79.576 Teilnehmern der Studie in 18 US-amerikanischen Bundesstaaten.

Wie sich herausstellte, erhöhen Kinder unter 18 Jahren im Haushalt das Risiko, nicht ausgeschlafen zu sein. Interessant ist, dass verheiratete wie auch unverheiratete Frauen mit Kindern weniger Schlaf abbekommen als verheiratete oder unverheiratete Männer mit Kindern. Verheiratete wie auch ledige Frauen und Männer, die keine Kinder haben, unterscheiden sich in Bezug auf Schlafdefizite dagegen nicht signifikant voneinander.

Als nächstes wollen die Studienleiter untersuchen, wie sich die Menschen in Bezug auf ihr Schlafbedürfnis unterscheiden.

MEDICA.de; Quelle: American Psychiatric Association 59th Institute on Psychiatric Services Poster Session 96