Der zerebrale ischämiche Insult ist das Ergebnis eines arteriellen Verschlusses in den supra-aortischen Arterien. Bisher untersucht man die kraniozervikalen Gefäße in der Regel mit Hilfe der Digitalen Subtraktionsangiographie (DSA). Die Gefahr bei dieser Methode ist allerdings, dass es zu Transient Ischämischen Attacken (TIA) oder permanenten neurologischen Ausfällen kommen kann. Moderne Methoden könnten eine wertvolle Alternative zur DSA darstellen. Dazu gehört unter anderem die Computertomographie-Angiographie und die kontrastverstärkte Magnetische Resonanzangiographie (contrast-enhanced MRA).

In einer Studie hat man daher jetzt eine spezielle moderne Technik, die „3.0-T breath-hold high-spatial-resolution contrast-material–enhanced MRA“ mit der CT-Angiographie und der DSA verglichen in Bezug auf die diagnostische Qualität bei den supra-aortischen Arterien.

80 Patienten nahmen an dieser Studie teil. Alle hatten zuvor eine TIA erlitten oder hatten andere zerebrovaskuläre Beschwerden. Die Probanden unterzogen sich einer oben genannten MRA. Bei zwölf dieser Patienten nahm man zudem eine CT-Angiographie vor und 13 Patienten hatten darüber hinaus eine DSA bekommen. Zwei unterschiedliche Radiologie-Experten befundeten die Bilder unabhängig voneinander.

97 Prozent der MRA-Bilder aus dem Bereich der Arteria carotis und dem vertebrobasilären Gefäßsystem waren nach dem Urteil der Experten „exzellent“. Die MRA-Bilder korrelierten in hohem Maße mit den Ergebnissen der CT-Angiographie und der DSA. Die Sensitivität und Spezifität der MRA bei der Entdeckung von Stenosen lag bei 94 Prozent beziehungsweise 98 Prozent für einen Befunder und bei 100 Prozent beziehungsweise 98 Prozent bei zwei Befundern, jeweils in Bezug auf die DSA als Vergleichsstandard.

MEDICA.de; Quelle: Radiology 2007, Vol. 242, S. 600-609