MRT erkennt Schädigung im Frühstadium

Mit Hilfe moderner Magnetresonanztomographen können Radiologen heute schon kleinste Veränderungen feststellen, die bei Belastung aber möglicherweise zu Frakturen und ernsthaften Knorpelverletzungen führen.

Im Laufe des Wettkampfes vergrößerten sich die Vorschäden bei einigen Athleten und entwickelten sich zu Kniegelenksergüssen, Entzündungen der Achillessehne, Muskelödemen und periostalen Ödemen. Besonders häufig diagnostizierten die Radiologen Ödeme, das sind Wasseransammlungen, die in dauerhaft überbelasteten Gelenken entstehen und das Gewebe schwächen.

Dr. Sandra Habernig, Radiologin am Landekrankenhaus Klagenfurt und Leiterin der Studie, rät: "Sportler können Überlastungsschäden durch eine MRT-Untersuchung schon früh erkennen und ihr Training entsprechend gestalten." Deshalb sei es auch für Breitensportler sehr wichtig, sich rechtzeitig medizinischen Checks zu unterziehen.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie des Radiologischen Instituts der Universität Essen und des Erwin L. Hahn Instituts für Magnetresonanz in Essen. Die Mediziner untersuchten mit einem neuen Hochleistungs-Magnetresonanztomographen mit einer Stärke von sieben Tesla die Sprunggelenke von Marathonläufern nach einem Wettkampf. "Einige Athleten hatten zum Beispiel Knorpelverletzungen, die irreparabel sind. Veränderungen wie diese hätten wir mit normaler Technik kaum sehen können – sie führen aber häufig zu einer Arthrose", sagt der Radiologe Patrick Kokulinsky.

Die Mediziner bestätigen, dass besonders das Laufen für die diagnostizierten Verletzungen verantwortlich ist. Jedoch betonen die Ärzte auch, dass niemand sich vom Sport abhalten lassen soll. Denn ein ausgewogenes Training trainiert schließlich auch die Knochen und Gelenke sowie das Herz-Kreislauf- System. Dies zählt auch und vor allem für Breiten- und Freizeitsportler.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft e.V.