Das haben jetzt Wissenschaftler anhand einer retrospektiven Analyse festgestellt und die Ergebnisse ihrer Arbeit beim 131. Jahreskongress der "American Neurological Association" (ANA) vorgestellt.

In ihrer Analyse bezogen sich die Wissenschaftler auf die Daten von 2.437 Patienten, die einen Wirkstoff aus der Gruppe der Triptane eingenommen hatten, um akute Migränebeschwerden zu behandeln. Die Patienten waren im Durchschnitt 44,1 Jahre alt, 85,1 Prozent waren Frauen. 54,3 Prozent der Patienten litten unter mindestens drei Migräneattacken pro Monat und ein Drittel der Attacken dauerte mindestens 24 Stunden. Alle Patienten hatten ihr Triptan gewechselt und zwar zu dem Wirkstoff Frovatriptan.

Zu Beginn der Studie waren 39 Prozent der Patienten mit der Wirksamkeit ihres Triptans zufrieden und gaben sie mit „gut“ oder „sehr gut“ an. Nach dem Wechsel zu Frovatriptan stieg die Zufriedenheitsrate auf 84 Prozent. Ähnliches Ergebnis in Bezug auf die Verträglichkeit: Das „alte“ Triptan bezeichneten 60 Prozent als gut verträglich, nach dem Wechsel lag die Zufriedenheit bei 93 Prozent.

Vor allem jene Patienten, die mit ihrem ursprünglichen Triptan nicht sehr zufrieden waren, profitierten von dem Wechsel auf Frovatriptan: 85 Prozent jener Patienten, die mit ihrem ursprünglichen Wirkstoff nicht sehr zufrieden waren, gaben Frovatriptan in Bezug auf die Effektivität ein „gut“ oder „sehr gut““. In Bezug auf die Verträglichkeit waren es sogar 98 Prozent.

Dies trifft sich mit der Beobachtung verschiedener Neurologen, dass das erste verordnete Triptan nicht immer das Beste sein muss. Häufig verbessern sich die Ergebnisse bei einem Wechsel innerhalb derselben Substanzklasse. Möglicherweise gilt das auch für den Wechsel von Frovatriptan zu einem anderen der Triptane.

MEDICA.de; Quelle: American Neurological Association (ANA) 131st Annual Meeting Abstract #M-90