Mark Griswold erhält Kernspintomographie-Preis

Dr. Mark Griswold
© Uni Würzburg

Ein Anliegen des Forscher ist es, die für die Aufnahme eines MR-Bildes nötige Zeit deutlich zu verringern. Seine Idee: Mit weniger erfassten Daten ein vollständiges Bild mittels speziellen Algorithmen zu rekonstruieren.

Griswold hat bereits die Algorithmen PILS (Parallel Imaging with Localised Sensitivities) und GRAPPA (Generalised autocalibrating partially parallel acquisitions) entwickelt. Letzterer wird wegen seiner Robustheit in vielen Studien und im klinischen Routinebetrieb erfolgreich eingesetzt. Weltweit werde GRAPPA in rund 2.500 Kliniken und Forschungseinrichtungen verwendet, so der Wissenschaftler.

Im Vergleich zu herkömmlichen MR-Bildgebungsverfahren gelang mit GRAPPA eine bis zu zwölffach beschleunigte Aufnahme von MR-Bildern. "Dazu kommt, dass GRAPPA bei der Bildrekonstruktion sehr zuverlässig ist und eine hohe Bildqualität liefert", sagt Griswold.

Dass beide Algorithmen die Namen alkoholischer Getränke tragen, sei kein Zufall: "Jedes Labor hat da so seine Eigenheiten. Andere benennen ihre Erfindungen zum Beispiel nach bekannten Softdrinks", sagt der Forscher schmunzelnd.

Griswold hat bereits mehr als 20 Arbeiten über die parallele Bildgebung als Erst- und Co-Autor in hochrangigen Fachzeitschriften wie "Magnetic Resonance in Medicine" veröffentlicht. Seine Leistungen wurden mehrfach ausgezeichnet, etwa 2003 mit dem Röntgenpreis des Physikalischen Instituts oder 2001 mit dem Bright Stars Award der Fachzeitschrift Investigative Radiology. Den Kernspintomographie-Preis bekam er auf dem 11. Internationalen MRI-Symposium in Garmisch-Partenkirchen überreicht.

MEDICA.de; Quelle: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg