Je älter unsere Gesellschaft wird, desto dringender ist das medizinische Problem der Demenz vom Alzheimer Typ. Biologische Marker sind wichtig, um eine beginnenden Demenz von „normalen“ altersbedingten kognitiven Einschränkungen unterscheiden und gegebenenfalls eine Therapie einleiten zu können. Man weiß nämlich, dass die typischen pathologischen Veränderungen im Gehirngewebe bereits zehn bis 20 Jahre vor den ersten klinischen Symptomen auftreten. Darum ist es wichtig, gefährdete Personen zu identifizieren, bevor sich die typischen Symptome zeigen.

Verschiedene Substanzen im Liquor und Plasma scheinen vielversprechende Marker einer drohenden Alzheimer-Demenz zu sein. Dazu gehören im Liquor das Beta-Amyloid40 (A-beta40), Beta-Amyloid42 (A-beta42), das Tau-Protein, phosphoryliertes Tau-Protein181 sowie die Substanzen A-beta40 und A-beta42 im Plasma.

Diese Substanzen hat man jetzt darauf untersucht, ob sie sich als Marker einer Alzheimer-Demenz eignen. 139 Freiwillige im Alter zwischen 60 und 91 Jahren nahmen an dieser Studie teil. Die Probanden waren entweder völlig gesund oder zeigten sehr leichte beziehungsweise leichte Anzeichen einer Demenz vom Alzheimer-Typ.

Labormedizinische Untersuchungen bewiesen, dass Probanden mit sehr leichten und leichten Beschwerden verminderte Liquor-Spiegel von A-beta42, aber erhöhte Spiegel von Tau-Protein und phosphoryliertem Tau-Protein181 aufweisen. Die A-beta42-Spiegel im Liquor korrespondierten mit der Menge der Amyloide im Gehirn.

Am aussagekräftigsten in Bezug auf eine beginnenden Demenz ist der Quotient aus Tau-Protein im Liquor und A-beta42 und der Quotient aus phosphoryliertem Tau-Protein181 und A-beta42.


MEDICA.de; Quelle: Archives of Neurology 2007, Vol. 64, Early Release