Mit mehr als 86 000 Beschäftigten und 1,3 Milliarden Euro Jahresumsatz ist die Gesundheitswirtschaft bereits heute eine der wichtigsten Wirtschaftsbranchen in Mecklenburg-Vorpommern. In Zukunft werden das Altern der Gesellschaft, der medizinisch-technische Fortschritt und die wachsende Bereitschaft der Konsumenten, zusätzlich zu Krankenversicherungsbeiträgen für ihre Gesundheit Geld auszugeben, zu mehr Wachstum und Beschäftigung in der Gesundheitsbranche führen.

Das Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des Kuratoriums Gesundheitswirtschaft MV einen Masterplan zu Marktpotenzialen und Perspektiven der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern erstellt. Anknüpfend daran werden Handlungsansätze für die nächsten fünf bis zehn Jahre aufgezeigt. "Ihre Umsetzung soll dafür sorgen, dass sich die Gesundheitswirtschaft dynamisch entwickeln kann und wegweisende Beiträge für mehr Lebensqualität, Wachstum und Beschäftigung leistet", so PD Dr. Josef Hilbert, Leiter des IAT-Forschungsschwerpunktes Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität.

Die IAT-RUB-Wissenschaftler raten, das Engagement zur Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf die Medizin der Zukunft, die Gesundheitsprävention, zu konzentrieren. "Hier liegt das Feld, in dem die Konkurrenz noch offen ist", so Hilbert. Die Vorbeugung und Vermeidung von körperlichen und psychischen Erkrankungen, die Früherkennung von Risiken und Erkrankungen wie auch die Gesunderhaltung im Alter sind die Gestaltungsfelder, in den für Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Wachstumschancen liegen.

MEDICA.de; Quelle: Institut Arbeit und Technik