Bild: Laser trifft Flüssigkeitsstrahl 
Infrarot-Laser trifft Flüssig-
keitsstrahl und setzt Bio-
moleküle frei;©Uni Göttingen

Bei der Flüssigstrahl- Laserdesorptions- Massenspektrometrie werden Laser und Mikroflüssigkeitsstrahlen mit Hochleistungs- Massenspektrometern gekoppelt. Aus der Grundlagenforschung am Institut für Physikalische Chemie an der Universität Göttingen soll die hochempfindliche und schonende Analysetechnik nun Eingang finden in die Industrie. Dort soll es auf dem Gebiet der Biotechnologie angewendet werden.

Daher werden zwei Schlüsselpatente an ein Berliner Unternehmen auslizensiert, das die spezielle Produktlinien insbesondere für den Einsatz in der Qualitätssicherung und der Bioanalytik fertigen, vertreiben und vermarkten wird.

In mehrjährigen Forschungsarbeiten konnte das zunächst sehr aufwendige Analyseverfahren vereinfacht und seine Empfindlichkeit um mehrere Größenordnungen soweit gesteigert werden, dass jetzt eine kommerzielle Nutzung möglich ist. Derzeit arbeiten die Forscher in Kooperation mit zwei deutschen Laserfirmen an der Entwicklung eines speziellen Infrarot-Lasermoduls, das für weitere kommerzielle Anwendungen der Flüssigstrahl- Laserdesorptions-Massenspektrometrie gedacht ist.

Einsatzmöglichkeiten der neuen Technologie sieht Prof. Dr. Bernd Abel von der Universität Göttingen unter anderem in der Massenanalyse von großen Biomolekülkomplexen und in den Bereichen Proteomik und Metabolomik, in denen möglichst viele Proteine sowie die charakteristischen Stoffwechsel-Eigenschaften von Zellen analysiert werden müssen.

MEDICA.de; Quelle: Georg-August-Universität Göttingen