Mechanismen bei Osteoporose entschlüsselt

Foto: Wirbelsäule

Bei Osteoporose kommt es zum
Knochenabbau; © Hemera

Osteoklasten, enge Verwandte der weißen Blutkörperchen, sind im Zusammenspiel mit Knochen bildenden Zellen verantwortlich für die Stabilität der Knochen und ihre Erneuerung. Erhöhte Aktivität der Osteoklasten führt zu Osteoporose, einem Zustand mit niedriger Knochendichte und erhöhtem Risiko für Knochenbrüche.

Eine auffällige Vergrößerung dieser Knochenfresser-Zellen tritt auch bei bestimmten Knochentumoren und bei "Morbus Paget" auf, einer Krankheit, die zu übermäßigem Knochenumbau und abnormen Knochenstrukturen führt.

In ihrer Studie konnten die Wissenschaftler zeigen, dass Größe und Aktivität der Osteoklasten von drei verschiedenen Proteinen reguliert werden und dass auch die Sauerstoffversorgung des Gewebes dafür eine wesentliche Rolle spielt. Fehlen bestimmte Proteine, kommt es zu einer Unterversorgung des Knochens mit Sauerstoff.

Dieser Zustand bewirkt die Aktivierung eines weiteren Proteins, das in der Folge zur Entwicklung von Riesen-Osteoklasten und vermehrtem Knochenabbau führt. Die Ergebnisse der Studie können dazu beitragen, zukünftig bessere Behandlungsmethoden gegen Osteoporose und Knochentumore zu entwickeln.

Diese Grundlagenforschung wird an der TUHH im Forschungsschwerpunkt "Regeneration, Implantate, Medizintechnik" fortgesetzt, in dem Ingenieure und Mediziner zusammenarbeiten.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität Hamburg-Harburg