18.11.2009

Med-O-Card AG

Med-O-Card – der USB-Tresor für die persönlichen Gesundheitsdaten

Effiziente Alternative oder Ergänzung zur eGK | Keine umfangreiche Netzwerkinfrastruktur nötig | Einfache und sichere Verwaltung der eigenen Daten durch den Patienten

Düsseldorf/Frankfurt am Main, 18. November 2009. Sie ist so groß wie eine Kreditkarte und bietet Patienten, Ärzten, Krankenkassen und -versicherungen erstmalig die Chance, persönliche Gesundheitsdaten umfassend, sicher und individuell dezentral zu speichern: die Med-O-Card. Damit schafft sie die Voraussetzungen für den mündigen Patienten, der alleine Herr über seine eigenen Daten ist.

Im Gegensatz zu Zentralspeicherlösungen, die einer umfangreichen Netzwerkinfrastruktur bedürfen, basiert die Med-O-Card auf der zukunftsträchtigen Flash-Speicher-Technologie. Die aktuelle Speicherkapazität von 16 Gigabyte ermöglicht es, neben einem eigenen Kartenbetriebssystem und den kompletten Gesundheitsdaten des einzelnen Patienten auch zusätzliche Dienste und Datenbanken zu speichern; etwa alle zum Datenmanagement notwendigen Anwendungen (GOÄ, ICD 10, pharmakologische Datenbank, etc.) oder einen Medikamentencheck, der über eine Ampelsystematik vor Fehlmedikationen schützt.

Besonders interessant: Das Med-O-Card-„Application Programming Interface“ (API) erlaubt – nach entsprechender Lizenzierung – die problemlose Anbindung der Med-O-Card an eine unüberschaubare Zahl von vorhandenen medizinischen Applikationen; unter anderem auch an die jeweilige Praxis-Verwaltungs-Software (PVS). Damit ist gewährleistet, dass beispielsweise Praxismitarbeiter auf ihrer gewohnten Anwendungsoberfläche arbeiten können.

Herr über seine Daten bleibt dabei immer der Patient. Nur er kann über seine Persönliche Identifikationsnummer (PIN) auf die Med-O-Card zugreifen, seine Stammdaten aktualisieren oder ergänzen und Ärzten oder Apothekern Zugriff gestatten: vom eingeschränkten Leserecht bis hin zum Recht, alle vorhandenen Daten einzusehen und neue Daten abzulegen. Dabei liegen die Daten je nach Anwendungszweck in verschiedenen Partitionen der Karte: denn schließlich muss der Zahnarzt nicht wissen, welche psychischen Vorerkrankungen ein Patient hat, während medikamentöse Unverträglichkeiten durchaus für alle Beteiligten interessant sein könnten. Die Med-O-Card ist an jedem PC einsetzbar. Besondere Investitionen in Hard- oder Software sind nicht nötig.

Dabei erfüllt die Med-O-Card höchste Sicherheitsstandards. Der Verschlüsselungsalgorithmus ist selbst mit Superrechnerkapazitäten kaum zu knacken. Damit wird die Karte uninteressant für illegale Datensammler, da deren krimineller Aufwand sich üblicherweise in engen Grenzen bewegt.

„Wer seine Daten hat, kann handeln, vergleichen, agieren und kontrollieren.“ Das ist das Credo des Gründers und CEO der Cepco Health Management Systems sowie des deutschen Tochterunternehmens, der Med-O-Card AG, Dr. Gunter Pollanz. Er arbeitet seit 1997 an elektronischen Gesundheitsdatensystemen. Sein aus Ärzten, Managern und Patienten bestehendes Team hat seitdem reichhaltige Erfahrungen im Umgang mit Patientendaten in den USA und Israel gesammelt, die sie in das deutsche Projekt mit einbringen konnten.

In Deutschland trifft die Med-O-Card auf eine spezielle gesundheitspolitische Situation. Bereits seit sechs Jahren wird die Einführung der sogenannten elektronischen Gesundheitskarte diskutiert. Insbesondere die Ärzteschaft sperrt sich aber in weiten Teilen gegen das angedachte Zentralspeichersystem, das umfangreiche Investitionen auf allen Ebenen inklusive in den Arztpraxen erfordert. Pollanz: „Den Zug der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in eine neue Richtung umlenken, hin zu mehr Praktikabilität für alle Seiten, das ist unser Ziel.“

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Für die Patienten: Neben der eigenständigen Daten-Verwaltung ergibt sich eine höhere Therapie- und Arzneimittelsicherheit durch regelmäßige Risikochecks und vollständige Dokumentationen.

Für die Ärzte: Der schnelle Zugriff auf vollständige Datensätze vereinfacht die Behandlungen und unterstützt die Patientenkommunikation. Zudem entstehen keine Investitionskosten.

Für die Krankenkassen und -versicherungen: Die administrative Systematik macht Doppel- und Falschmedikationen sowie Fehldiagnostik und -therapie offensichtlich und spart zusätzlich Geld in der Kundenadministration, da Medienbrüche wegfallen und der Behandlungsprozess an sich transparenter wird.

Für die Apotheker: Ihnen erlaubt die Med-O-Card eine deutliche Verbesserung der Beratungsqualität. Einfach, weil der Patient sie nun mit Hilfe der Daten seiner Gesundheitskarte besser informieren kann.

Das jüngst verkündete Moratorium der Koalition in Berlin für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist aus Sicht des Med-O-Card-Managements daher folgerichtig. Pollanz: „Wir brauchen jetzt eine Bestandsaufnahme und Überprüfung des eingeschlagenen Weges. Die Dinge müssen justiert, Technologien, Kostenstrukturen und Effizienz überarbeitet werden. Bei dieser Neuausrichtung kann die Med-O-Card eine bedeutende Rolle spielen. Auch innerhalb der geplanten umfangreichen Netz-Infrastruktur der eGK.“


Über Med-O-Card:

Die Med-O-Card AG ist eine Tochter der israelischen CEPCO Holding Ltd. Als professioneller Anbieter von Lösungen im Gesundheitsmanagement konzentriert sich das Unternehmen auf Speicher- und Transaktionsmanagement, Medical Coding und Consulting. Kernprodukt ist eine USB-Speicherkarte für die sichere Speicherung und das Management von Gesundheitsdaten.

In Deutschland vertreibt die Med-O-Card AG seit Herbst 2009 die gleichnamige Hoch-Sicherheits-USB-Speicherkarte. Sie zeichnet sich aus durch mindestens 16 GB Speicherplatz und bietet orts- und hardwareunabhängigen Zugriff auf die Gesundheitsdaten des Kartenbesitzers. Grundsatz dabei ist, dass der Kartenbesitzer Herr über seine eigenen Daten ist. Die Med-O-Card – auf Anregung deutscher Ärzte und in enger Zusammenarbeit mit diesen entwickelt – bietet alle Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte schon heute, ohne zusätzliche IT-Infrastruktur.