Diabetes mellitus ist eines der großen weltweiten Gesundheitsprobleme. Die Zahl diabeteskranker Menschen wächst beständig. Man weiß, dass der Lebensstil das Risiko und auch die Prognose eines Diabetes mellitus beeinflussen.

Wer sich viel bewegt und nicht übergewichtig ist, hat zum Beispiel ein deutlich geringeres Risiko, an einem Diabetes mellitus zu erkranken. Man glaubt auch, dass die Ernährung eine große Rolle spielt. Die sogenannte mediterrane Diät kann das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen senken. Sie besteht aus viel Gemüse, Obst, Olivenöl und wenig Fleisch. Ob die mediterrane Diät auch eine Rolle bei der Prophylaxe des Diabetes mellitus spielt, wurde nun getestet.

Die prospektive Studie mit 13.380 spanischen Universitätsabsolventen liefert nun Daten. Alle Testpersonen waren zu Beginn der Studie frei von Diabetes mellitus und wurden im Durchschnitt 4,4 Jahre lang nachverfolgt. Zu Beginn der Studie und auch während des Follow-up sammelten die Studienleiter Daten zu den Probanden, unter anderem Informationen zu Ernährungsgewohnheiten, Energieaufnahme, Body Mass Index, körperliche Bewegung und vieles andere.

Das Ergebnis: Selbst wer sich nur mäßig gemäß der mediterranen Diät ernährt, hat ein deutlich geringeres Risiko, an einem Diabetes mellitus zu erkranken. Das Risiko sinkt um 59 Prozent. Jene, die sich am stärksten wie die Bewohner der Mittelmeerländer ernähren, können ihr Risiko sogar um 83 Prozent senken im Vergleich zu jenen, die sich eher wie Nord- und Mitteleuropäer ernähren: kräftig und fleischreich.

Selbst, als man andere Faktoren wie Alter und Geschlecht herausrechnete, waren die Ergebnisse noch deutlich: Demnach gibt es eine klare inverse Korrelation zwischen den Gewohnheiten einer mediterranen Diät und dem Risiko eines Diabetes mellitus.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Journal