09.11.2006

Spectaris Industrieverband e.V.

Medizintechnik hilft bei Kostendämpfung

Neue Studie belegt Einsparmöglichkeiten von fast einer Milliarde Euro

Düsseldorf / Berlin, 09. November 2006 (SPECTARIS) - Nach neuesten Erhebungen können moderne Medizintechnik und Prozessinnovationen zu hohen Einsparungen im deutschen Gesundheitssystem führen. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Gemeinschaftsstudie der Technischen Universität Berlin, der Unternehmerberatung Droege & Comp. und des Industrieverbands SPECTARIS hervor, in der Einsparmöglichkeiten von annähernd einer Milliarde Euro durch den Einsatz innovativer Medizintechnik aufgezeigt werden.

Die Studie unter dem Titel "Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen" tritt für eine bislang kaum verfolgte ganzheitliche Kostendebatte im Gesundheitssystem ein. Dabei weist sie anhand messbarer Größen nach, dass sich durch innovative Medizintechnik Kosteneinsparpotenziale ergeben können. Im Fokus der Studie steht insbesondere der Bereich der direkten Kosteneinsparungen, bei denen durch modernste Technik bestehende Diagnose- oder Therapiemöglichkeiten verbessert und damit effizienter werden. Dazu zählen zum Beispiel kürzere Operationszeiten, kürzere Liegezeiten oder Materialeinsparungen.

In der vorliegenden Studie von Prof. Dr. Marc Kraft vom Fachgebiet Medizintechnik der Technischen Universität Berlin und einem Team aus dem Competence Center Medizintechnik der Unternehmerberatung Droege & Comp. unter Leitung von Dr. Björn Schlosser wurden in Zusammenarbeit mit SPECTARIS erstmalig die finanziellen Auswirkungen dieser direkten Kosteneinsparungen detailliert untersucht.

Anhand verschiedener Produktbeispiele werden mögliche Einspareffekte im Gesundheitswesen aufgezeigt. Prof. Dr. Marc Kraft: "Mit der vorliegenden Studie wird anhand konkret nachvollziehbarer Beispiele belegt, dass in zahlreichen Fällen unter Einsatz innovativer Technologien direkte und indirekte Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen realisierbar sind." Ferner wird dargestellt, dass auch Prozessinnovationen im klinischen Bereich helfen können, Einsparpotenziale zu realisieren. Dr. Björn Schlosser: "Es bleibt zu hoffen, dass die Gesundheitspolitik sich nicht auf die Kostenreduktion durch Beschneidungen im Gesundheitssystem konzentriert, sondern vielmehr die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der beschriebenen Prozessinnovationen schafft."

Die Medizintechnik ist ein wichtiger Teil des weltweiten Wachstumsmarktes Gesundheitswirtschaft, der in Deutschland allerdings durch bislang unzureichende Weichenstellungen in der Gesundheitspolitik massiv behindert wird. SPECTARIS-Hauptgeschäftsführer Sven Behrens: "Bei allen Diskussionen um Kosten und Einsparungen darf nicht vergessen werden, dass das Gesundheitswesen eine der wichtigsten Zukunftsbranchen der deutschen Volkswirtschaft ist, in der weit über 4 Millionen Menschen und damit über 10 % aller in Deutschland Erwerbstätigen beschäftigt sind."

Die Studie untermauert die Forderung der deutschen Medizintechnik, angesichts eines Investitionsstaus in deutschen Krankenhäusern und Arztpraxen von bis zu 30 Milliarden Euro nun endlich eine substanzielle politische Lösung für das Gesundheitswesen zu finden. Diese müsse - anders als bislang vorgesehen - zur Schaffung eines klar wettbewerbsorientierteren Gesundheitsmarktes, zu investitionsfreundlicheren Rahmenbedingungen und zu mehr Patientenorientierung führen. Die Studie unterstreicht, dass innovative Medizintechnik nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität der Patientinnen und Patienten leisten, sondern darüber hinaus auch zur Kostensenkung im Gesundheitswesen beitragen kann.

Hinweis: Die komplette Studie finden Sie im Pressebereich unserer Internetpräsenz www.spectaris.de
Ausführliche Präsentation der Studienergebnisse durch die Autoren: MEDICA, CCD-Süd, 14.11.2006, 14.00 Uhr


Markus Saga
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