04/01/2006

Industrieverband Spectaris e.V.

Medizintechnik knüpft Kontakte nach China

Auf der Medizintechnikmesse MEDICA hat SPECTARIS in diesem Jahr im Rahmen des EU-Programms Asia-Invest ein Unternehmertreffen für europäische und chinesische Firmen veranstaltet. Damit unterstützt der Verband kleine und mittlere Unternehmen bereits mit dem dritten EU-Projekt aktiv bei der Suche nach chinesischen Geschäftspartnern. Die Informations- und Kooperationsbörse fand am 16. und 17. November in Düsseldorf auf dem Messegelände statt. Zu der Veranstaltung reiste eine Delegation von 35 chinesischen Medizintechnikherstellern nach Deutschland an, um 77 Unternehmen aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich zu treffen.

Ziel dieses Unternehmertreffens war es, kleine und mittelständische Unternehmen effizient bei den ersten Schritten und bei der Vertiefung ihrer Aktivitäten in China zu unterstützen. Auf Basis der Firmenprofile der Teilnehmer wurden passende Partner auf der chinesischen Seite gesucht. Durch den direkten persönlichen Kontakt mit ausgewählten Entscheidungsträgern boten die Gespräche die Möglichkeit, neue Geschäfts- und Kooperationspartner zu finden. Insgesamt fanden ca. 330 Meetings zwischen europäischen und chinesischen Firmen statt. Die Kooperationsbörse wurde von den Teilnehmern als sehr positiv beurteilt: In einer ersten Auswertung der Gespräche gab der Großteil der Teilnehmer an, dass sie bereits jetzt von konkreten Chancen zur Zusammenarbeit ausgehen.

SPECTARIS organisierte das Asia-Interprise Business Meeting gemeinsam mit den internationalen Partnern CAMDI und MYCCI. Die China Association for Medical Devices Industry, CAMDI, wurde 1991 gegründet. Als eine NPO ist es CAMDIs Ziel die Sicherheit und Effektivität von medizinischen Geräten zu verbessern und die Entwicklung der chinesischen Medizintechnikindustrie voranzutreiben. MYCCI, The Mid Yorkshire Chamber of Commerce & Industry, wurde 1853 als das Huddersfield Chamber of Commerce gegründet und ist heute eines der größten Handelskammern Europas. MYCCI besitzt den Ruf Qualitätsservice auf einer lokalen, nationalen und internationalen Plattform anzubieten.

Den Einzelgesprächen der Unternehmen ging ein Einführungsseminar voraus, das mit eine Rede von Herrn Sven Behrens, Hauptgeschäftsführer von SPECTARIS, und von Herrn Jiang Feng, Präsident von CAMDI, eröffnet wurde. Die Teilnehmer wurden im Seminar mit einer Analyse des deutschen Marktes und der deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen gezielt auf die Unternehmertreffen vorbereitet. Praktische Hilfe bot im Seminar und während der gesamten Veranstaltung Frau Claudia Müller, Cultural Interface Management, die Expertin für interkulturelles Management und die Mentalitätsunterschiede in der Herangehensweise europäischer und chinesischer Unternehmen ist.

Der chinesische Markt steht auch bei Medizintechnikherstellern derzeit im Blickpunkt und bietet große Chancen. Generell kann gesagt werden, dass es in der chinesischen Medizintechnik-Branche zwei große Trends gibt. Zum einen den Trend der Miniaturisierung und zum anderen den der Digitalisierung. Wenn man den chinesischen Markt beobachtet, kann man feststellen, dass auch hier die Standards immer höher werden und auch die Nachfrage stetig ansteigt. Zu einer solchen Entwicklung kommt es insbesondere, da zu den Olympischen Spielen 2008 sämtliche Krankenhäuser im Umkreis von Peking westliches Niveau erreicht haben sollen. Aber auch das steigende Pro-Kopf-Einkommen der chinesischen Bürger sorgt dafür, dass die Ansprüche an die medizinische Versorgung immer größer werden. Der Niedrigpreissektor innerhalb der medizinischen Industrie ist in China schon fest in chinesischer Hand. Die Instrumente aus dem High-Tech-Bereich werden dagegen hauptsächlich von ausländischen Firmen in China produziert oder nach China importiert. Diese High-Tech-Geräte sind aus oben erwähnten Gründen immer gefragter. Nicht nur die Großunternehmen, sondern auch der Mittelstand hat reelle Chancen im chinesischen Markt Fuß zu fassen und kann unterstützt von dem EU-Programm passende Partner finden. Insgesamt konnte der Umsatz 2004 um 8,1% auf 13,6 Milliarden Euro gesteigert werden und der Export stieg um 15,8% an.




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