2011: Mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen

01.02.2013

Foto: Trend 2011

2011 setzte sich der positive Beschäftigungstrend im Gesundheitswesen fort. Von 4,9 Millionen Beschäftigten arbeiteten 44% in Teilzeit oder geringfügig; © panthermedia.net/Wolfgang Filser

2011 waren rund 4,9 Millionen Menschen in Deutschland und damit jeder Neunte im Gesundheitswesen tätig. Es gab dort rund 87.000 mehr Arbeitsplätze als 2010. Das entspricht einem Beschäftigungswachstum von 1,8 Prozent.

Der positive Beschäftigungstrend der letzten fünf Jahre setzte sich damit nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) auch 2011 weiter fort. Zwischen 2006 und 2011 wuchs die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen um insgesamt 457.000 Personen oder 10,2 %.

Zusätzliche Arbeitsplätze gab es im Jahr 2011 wie in den Vorjahren vor allem in Gesundheitsdienstberufen (+ 45.000): Hier stieg beispielsweise die Zahl der Ärzte und der Gesundheits- und Krankenpfleger um jeweils 8.000. In den sozialen Berufen gab es 23.000 zusätzliche Stellen, die fast alle auf die Altenpflege entfielen. In den anderen Berufen des Gesundheitswesens (beispielsweise Verwaltungsfachleute und Reinigungskräfte) gab es 17.000 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr.

Im Jahr 2011 arbeiteten rund 2,2 Millionen Beschäftigte in der ambulanten und rund 2 Millionen Beschäftigte in der (teil-)stationären Gesundheitsversorgung. Weitere 700.000 Beschäftigte arbeiteten beispielsweise in der Verwaltung oder dem Gesundheitsschutz. In den ambulanten Einrichtungen erhöhte sich die Beschäftigtenzahl gegenüber 2010 um 37.000: Mehr Beschäftigte gab es insbesondere in Praxen sonstiger medizinischer Berufe, hier arbeiten beispielsweise Physio- und Ergotherapeuten (+ 17.000), und in der ambulanten Pflege (+ 9.000). In den (teil-)stationären Einrichtungen stieg die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 41.000. Es gab Zuwächse vor allem in der (teil-)stationären Pflege (+ 25.000) und in den Krankenhäusern (+ 16.000). Rückläufig waren die Beschäftigten in der Verwaltung. Hier gab es 3.000 Arbeitsplätzen weniger als im Vorjahr.

Von den 4,9 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen waren 43,9 Prozent teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten, die so genannten Vollkräfte, lag im Jahr 2011 bei rund 3,7 Millionen. Sie erhöhte sich gegenüber 2010 um 59.000, das entspricht - wie bereits im Vorjahr - einem Anstieg von 1,6 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: Statistisches Bundesamt