Die DGE will so die Versorgung dieser Patienten verbessern. Sie fördert dadurch aber auch einheitlichere Qualitätsstandards und ermöglicht den Vergleich der Institutionen miteinander. Das Zertifikat zeichnet ambulante und stationäre Einrichtungen aus, die ein bestimmtes endokrinologisches Niveau nachweisen können.

Die Standards für Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der jeweiligen Behandlung entwickelt die "Kommission Fortbildung, Weiterbildung und Akkreditierung der DGE". Sie arbeitet dabei eng mit den neun Sektionen der DGE zusammen. Dies ermöglicht, für alle endokrinologischen Bereiche Vorgaben auf hohem fachlichen Niveau zu erarbeiten. Der Vorsitzende der Kommission, Professor Dr. med. Johannes Hensen, Hannover, erläutert den aktuellen Stand des Projektes: "Bislang ist eine Anerkennung nur für Fachärzte der Inneren Medizin mit der Schwerpunktsbezeichnung Endokrinologie erarbeitet". In einem weiteren Schritt würden Qualitätsvorgaben für pädiatrische und gynäkologische Endokrinologie geschaffen, so der Chefarzt der Medizinischen Klinik am Klinikum Hannover Nordstadt.

Kliniken, Polikliniken und Arztpraxen können die Basisanerkennung für die Versorgung von Patienten mit endokrinologischen Erkrankungen erwerben. Vernetzte Einrichtungen, die Patienten den geforderten Standards entsprechend umfassend interdisziplinär betreuen und zudem ein Qualitätsmanagement betreiben, können zu einem späteren Zeitpunkt die erweiterte Anerkennung: "Endokrinologisches Zentrum mit Qualitätsmanagement - DGE-akkreditiert" erhalten.

Die DGE veröffentlicht von ihr zertifizierte Einrichtungen in ihrem Mitteilungsblatt - den Endokrinologie-Informationen - und elektronisch auf ihrer Homepage www.endokrinologie.net .

MEDICA.de; Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften