13.09.2006

Siemens AG Medical Solutions

Mehr Qualität, geringere Kosten: Siemens zeigt die Zukunft der Kardiologie

WCC in Barcelona: Optimale Prozesse durch innovative Systeme und IT

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind in den westlichen Industrienationen Todes-ursache Nummer eins. Für viele Patienten auf der ganzen Welt sind sie mit enormen Einschränkungen der Lebensqualität verbunden. Nicht zuletzt kosten Diagnose und Therapie von Herzkrankheiten aber auch viel Geld: in der EU rund 181 Milliarden Euro (2005) – Tendenz steigend. Mehr Effizienz im klinischen Behandlungsprozess kann diesem Kostenanstieg wirksam begegnen – und gleichzeitig die Qualität der Versorgung erhöhen. Der Siemens-Auftritt am Weltkongress für Kardiologie in Barcelona zeigt, wie innovative Systeme und leistungsstarke Informationstechnologie eine hochwertige, patientenorientierte und gleichzeitig effiziente Diagnose und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen gewährleisten.

Bei der Erkennung und Behandlung von Herzerkrankungen kommt es nicht selten auf Minuten an, Verzögerungen können – etwa im Falle eines Infarktes – größere Schäden am Herzmuskel oder sogar den Tod des Patienten bedeuten. “Effiziente, optimal auf-einander abgestimmte Prozesse – von der Aufnahme des Patienten bis zur Entlassung – können deshalb lebensrettend sein“, erklärte Prof. Dr. Erich R. Reinhardt, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Vorsitzender des Bereichsvorstands von Siemens Me-dical Solutions. Nur wenn schnellstmöglich ein umfassendes Gesamtbild des Patienten vorliege, könne der behandelnde Arzt im Notfall die korrekte Entscheidung treffen. Doch auch in der kardiologischen Routinediagnostik ist das Potenzial enorm, durch optimierte Abläufe die Zeit von der Aufnahme eines Patienten bis zu seiner Entlassung deutlich zu senken und damit Kosten zu sparen. Die damit verbundene Steigerung der Versor-gungsqualität sorgt für mehr Zufriedenheit bei Patienten, Ärzten und dem medizinischen Personal.


Die Kardiologie als Herausforderung für die Informationstechnologie

Speziell der IT kommt bei der Verbesserung der klinischen Abläufe eine tragende Rolle zu, denn nur leistungsstarke Software-Architekturen können die hoch komplexen Prozesse abbilden, automatisieren und optimieren. Dabei stellt die Kardiologie eine besondere Herausforderung dar, fallen doch im Untersuchungs- und Behandlungsver-lauf sehr viele und nicht selten zeitkritische Daten über den Patienten an – wie etwa Aufnahmestatistiken, umfangreiche klinische Bilder, Blutwerte oder Angaben zu Ein-griffen und Verfahren. Diese, meist an unterschiedlichsten Stellen einer Klinik generierten Informationen gilt es mithilfe der Informationstechnologie effizient zusammenzutragen, sinnvoll aufzubereiten und den am Behandlungsprozess beteiligten Personen schnellstmöglich zugänglich zu machen. Die integrierten IT-Lösungen syngo und Soarian von Siemens können diese Aufgabe eindrucksvoll leisten, womit das Unternehmen den kardiologischen Workflow umfassend verbessert – und dies umso mehr, wenn die beiden Systeme als kombiniertes IT-Lösungspaket eingesetzt werden. Gleichzeitig lassen sich sowohl syngo als auch Soarian durch ihre Modulbauweise individuell auf das jeweilige klinische Szenario anpassen. Zahlreiche Kardiologen profitieren bereits heute vom Siemens-Know-how und seinen Lösungen.


Syngo: Bilder aufnehmen, bearbeiten, befunden und verteilen

Besonders hohe Anforderungen stellt die Kardiologie an die bildgebende Diagnostik, einem zentralen Element im klinischen Workflow. Denn: Der Prozess von der Termin-vergabe über die Bildakquisition, die -Nachverarbeitung und Befundung bis hin zur Speicherung und Verteilung der klinischen Ergebnisse ist hoch komplex. Hinzu kommt das immense Datenvolumen, das etwa bei einem CT-Scan des schlagenden Herzens anfällt und teilweise hunderte Bilder umfassen kann. Dies stellt sowohl die Systemarchi-tektur vor enorme Herausforderungen, viel mehr aber noch den Arzt. Er hat aus der Vielzahl von unterschiedlichsten Daten die richtigen Informationen zu filtern und zu be-werten. Erst dann kann er eine sichere Diagnose stellen – Voraussetzung für eine effek-tive Therapie.

Für die optimale Gestaltung dieses Workflows hat Siemens syngo Dynamics entwickelt, ein dynamisches Bildbetrachtungs- und -archivierungssystem für mehrere Modalitäten in der Kardiologie. Syngo Dynamics ist ein skalierbarer Baustein der syngo Suite, der integrierten RIS/PACS- und Postprocessing-Lösung von Siemens, und kann individuell auf die Bedürfnisse des Kunden maßgeschneidert werden. Das System bietet soforti-gen Zugriff auf Kardiologie- und Echokardiographiestudien. Es ermöglicht die genaue Quantifizierung von Herzdaten etwa vom Ultraschall ebenso wie die Erstellung speziel-ler kardiologischer, evidenz-basierter Befunde. Dabei integriert das System auch ande-re Daten wie etwa hämodynamische Werte. Durch die Architektur von syngo Dynamics können die digitalen Daten der Patienten nach der Befundung zügig und nahtlos digital verteilt werden.


Soarian: Klinische und administrative Abläufe sicher im Griff

Soarian – sowie das speziell auf die Belange der Kardiologie zugeschnittene und eben-so wie syngo Dynamics individuell skalierbare Modul Soarian Cardiology – steuert, au-tomatisiert und optimiert die klinischen und administrativen Abläufe. Schon bei der Ein-lieferung eines Patienten wird im System – falls nicht bereits bei einer früheren Unter-suchung geschehen – eine digitale Patientenakte angelegt. Zur Verbesserung des Workflows helfen bei Soarian integrierte Ablaufpläne Ärzten und klinischem Personal bei der schnellst möglichen Durchführung der nötigen Untersuchungen und Behandlun-gen. Darüber hinaus kann das System die verabreichten Medikamente überprüfen und warnt bei Kontraindikationen oder gefährlichen Wechselwirkungen. Dies trägt in beson-derem Maße zur Patientensicherheit bei.

Die Software unterstützt zudem die vielfältigen Aufgaben der Dokumentation und der Befundschreibung: Behandlungsschritte und Diagnosen können in beliebiger Reihenfol-ge von mehreren Personen und zu jeder Zeit ins System eingegeben werden. Zur An-fertigung des Verfahrensberichts stellt das System automatisch Informationen aus ver-schiedenen Quellen zusammen, integriert also zum Beispiel Daten aus dem hämody-namischen System, der Elektrokardiographie (EKG) oder dem Labor- und Apotheken-system. Verbrauchte Materialien werden nach der Behandlung automatisch an das Ma-terialwirtschaftssystem der Klinik übermittelt. Die Abrechnung erfolgt unter Berücksichti-gung geltender Regelungen wie beispielsweise DRG (Diagnosis Related Groups). Auf diese Weise sorgt Soarian für mehr Kostentransparenz in der Klinik.


Kombination aus Medizintechnik und Informationstechnologie

Durch diese IT-Architekturen und die innovativen Systeme von Siemens eröffnet sich Arzt und Klinik das volle Potenzial, die Qualität der Versorgung zu steigern und die Kos-ten nachhaltig zu senken. So schafft beispielsweise der weltweit erste Dual Source-Computertomograph (DSCT) Somatom Definition vollkommen neue Möglichkeiten in der Bildgebung. Das Gerät verfügt über zwei Röntgenstrahler und zwei Detektoren, was klinische Aufnahmen in nicht gekannter Geschwindigkeit und Genauigkeit möglich macht. Selbst bei schnell oder unregelmäßig schlagenden Herzen sind Betablocker zur Senkung der Herzfrequenz nicht mehr nötig. Trotz seiner zwei Röntgenröhren konnte die Strahlendosis um bis zu 50 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Systemen re-duziert werden. Der DSCT verfügt zudem über Fähigkeiten, die bisher in der diagnosti-schen Bildgebung nicht existierten: So können Gewebe und Flüssigkeiten dargestellt und gleichzeitig Gefäße, Knochen und Weichteile besser differenziert werden.

Auch im Bereich der Molekularen Bildgebung zeigt Siemens einige Highlights am WCC, darunter das PET/CT-System Biograph 64. Das System mit der neuen TruePoint PET•CT-Technologie liefert etwa eine hoch aufgelöste CT-Angiographie sowie Daten zu Myokardperfusion und -vitalität in nur einer einzigen Untersuchung. Zusammen mit innovativen IT-Lösungen zur bildlichen Darstellung, wie z. B. syngo CardioFusion, opti-mieren diese Techniken den klinischen Arbeitsablauf in der Kardiologie weiter und verbessern die Diagnostik.


Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswe-sen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Ange-bot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Sys-teme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesund-heitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 33 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2005 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd. € sowie einen Auftragsein-gang von 8,6 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug rund 1 Mrd. €. Weitere Informationen unter: www.siemens.com/medical