14.11.2012

TOTAL WALTHER GmbH Feuerschutz und Sicherheit

Mehr Sicherheit und Lebensqualität für Menschen mit Demenz

Demenz ist eine gefürchtete Erkrankung des Gehirns mit vielfältigen Facetten und Ausprägungen, an deren Ende oftmals auch der körperliche Verfall, Pflegebedürftigkeit und eine intensive stationäre Rund-um-die-Uhr-Pflege stehen. In der Anfangsphase sind Demenzerkrankte kaum körperlich eingeschränkt; Bewegung und eine aktive Teilnahme am sozialen Leben sind unter anderem Teil einer ganzheitlichen, modernen Therapie. Sicherheit spielt in dem Kontext eine entscheidende Rolle in der Betreuung, denn Weglaufen oder sich Verirren stellt für desorientierte, demente Patienten ein beachtliches Risiko dar. Angehörige, Pflegepersonal sowie Betreiber von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern tragen hier eine große Verantwortung und Fürsorgepflicht. Um Dienstleister im Gesundheitswesen bei dieser Herausforderung zu unterstützen, offerieren die Tyco Tochterfirmen ADT und TOTAL WALTHER integrierte Dementen-Schutzsysteme auf der Basis drahtloser Echtzeit-Lokalisierungssysteme (RTLS Real-time-Location-Systems) für die sichere Betreuung von Menschen mit Demenz.

Mit dem unterstützenden Dementen-Schutzprogramm bieten die Sicherheitsexperten eine intelligente Personenschutz-Lösung, um den Aufenthaltsort von verirrten Demenzpatienten jederzeit zuverlässig zu lokalisieren. Ein Verlassen von definierten Schutzzonen in stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen muss sofort erkannt und an das Pflegepersonal zur Ergreifung geeigneter Maßnahmen weitergeleitet werden. Den Überblick über den Aufenthalt von dementen Patienten zu behalten, gewinnt angesichts deren wachsender Zahl für Pflege- und Klinikmanagement zunehmend an Bedeutung – im Sinne der Qualität der Betreuung, der Effizienz von Pflegeabläufen und nicht zuletzt der Reputation des Hauses. Alle diese Faktoren erfordern ein System, das mit diesem Szenario schnell und effizient umgehen kann. Zur zuverlässigen Identifizierung oder Ortung von desorientierten, dementen Patienten lassen sich die einzelnen, modularen Lösungen des Dementenschutz-Programms individuell je nach Anforderung des Pflegedienstes als erweiterte Komponenten in das skalierbare Lichtruf- und Kommunikationssystem ZETTLER® Medicall 800 IP integrieren.

Mobile Schutzsysteme für Patienten
Echtzeit-Lokalisierungssysteme ermöglichen mithilfe der RFIR/ID-Technologie, Patienten zimmergenau zu lokalisieren sowie einzelne Türen oder Schutzbereiche zu überwachen.
Eine Kombination von RF-, IR- und LF- Signalübertragung (RF Radio Frequency, IR Infrared, LF Low Frequency) schafft ein unsichtbares Sicherheitsnetz, in dem Demenzerkrankte, die einen aktiven RTLS-Transpondern tragen, über eine eigene Adresse (ID) jederzeit eindeutig zu identifizieren sind. RF-Radiosignale sorgen dabei für einen raumübergreifenden Schutz. IR-Sensoren in den einzelnen Räumen ermöglichen die zimmergenaue Lokalisierung von Patienten, da Infrarot-Licht die Wände nicht durchdringen kann. LF-Sender (Low Frequency), in der Nähe von Türen installiert, dienen zudem als Detektions- und Alarmsystem zur Überwachung einzelner Türen und Schutzbereiche. Verlassen Patienten ihren Schutzbereich, entschlüsselt ihr am Arm getragener, kleiner Transponder innerhalb des Sendebereichs des LF-Senders dessen Adresse und sendet diese per Radiowellen an eine übergreifende Gefahrenmanagementzentrale oder löst einen Notruf auf der vorhandenen Lichtrufanlage aus. Pfleger werden in dem Fall umgehend durch das System entweder über eine Textnachricht oder mithilfe eines zentralen Monitors visuell über den jeweiligen Standort des Patienten informiert. So kann schnelle Hilfe geleistet und wertvolle Zeit für Sofortmaßnahmen gewonnen werden. Dabei kann das Personal die Informationen zu den Standorten von Patienten am Überwachungsmonitor exakt lokalisieren, visualisieren, speichern und kontinuierlich verfolgen. Das System bildet dafür die Gebäudegrundrisse und die notwendigen Details auf einer grafischen Oberfläche ab. Zudem lassen sich auch Zutrittsberechtigungen über die Transponder mithilfe ergänzender integrierter, passiver RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) regeln: Personen können so beim Verlassen bestimmter gesicherter Räume erkannt oder nicht autorisierter Zutritt verhindert werden.

Bettenmonitoring
Darüber hinaus müssen in der Nachtschicht oftmals mehrere Stationen mit geringer Personalbesetzung betreut werden. Eine automatische Kontrolle, ob Patienten in ihren Betten liegen oder sich über längere Zeit in der Nasszelle aufhalten, entlastet die Pflegekräfte zusätzlich spürbar in ihrer Arbeit. Hierzu sind Sensor-Druckmatten für Patientenbetten über entsprechende Bettensteckvorrichtungen – wie ZETTLER® Steckvorrichtung Sub-D 15-polig und Mini-DIN ZETTLER® – in das Lichtrufsystem eingebunden. Sobald Patienten aufstehen, schaltet sich automatisch das Licht an. Patienten können sich so besser orientieren, die Sturzgefahr verringert sich. Kehren die Patienten nach einem festgelegten Zeitraum nicht in ihr Bett zurück, wird ein Alarm ausgelöst. So lässt sich verhindern, dass demenzkranke Patienten unbemerkt ihr Bett in der Nacht verlassen. Zunehmende Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit müssen also nicht zwangsläufig die Aktivität der Patienten einschränken.

Mehr Effizienz und Sicherheit in der Pflege von Dementen
Nicht nur Demenzerkrankte benötigen Schutz, auch die Pflegenden müssen vor Angriffen durch verwirrte, aggressive Patienten geschützt werden. Auch hier sorgen moderne Real-time-Tracking-Lösungen einschließlich moderner RFID-Technologie für mehr Sicherheit und erleichtern zusätzlich die Pflegearbeit. Über ein automatisches Identifizierungssystem können Pflegekräfte ihre Anwesenheit in Patienten- und Dienstzimmern schnell und einfach markieren: So lassen sich Patienten den verantwortlichen Pflegekräften oder Teams besser zuordnen; alle erforderlichen Pflegemaßnahmen können somit wirksam koordiniert werden. Dazu tragen die Pflegekräfte einen persönlichen, aktiven Transponder bei sich, der über installierte Empfänger an zuvor definierten Bereichen der Pflegeeinrichtung erkannt wird. Wenn ein Mitarbeiter seine Anwesenheit markiert, erfolgt die automatische Erkennung und Lokalisierung über RFID- oder RF/IR-Empfänger. Durch die Integration in das ZETTLER® Lichtruf- und Kommunikationssystem kann das Personal außerdem jederzeit und überall per Notruftaste Hilfe herbeirufen und schnell identifiziert und lokalisiert werden. So ist auch das Pflegepersonal in Notfällen wirksam geschützt.
Demenz ist eine vielschichtige Herausforderung – modernste integrierte RTLS-, RFID-, Lichtruf-, Kommunikations- und Sicherheitstechnologie ermöglicht in dem Kontext eine individuelle, sichere und zugleich effiziente Pflege, Betreuung und Therapie von Demenzerkrankten.

Halle 14, Stand B 50