Das Verfahren wurde von dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen (NMI) Reutlingen in Zusammenarbeit mit Projektpartnern entwickelt. Mit ihm können in einem automatisierten Prozess Hunderte von Antikörpern an einem Tag detailliert charakterisiert werden. Die Methode ist sensitiv, reproduzierbar und robust und benötigt aufgrund der Miniaturisierung und Parallelisierung nur kleinste Mengen an Reagenzien.

Diese pepART Methode beruht auf dem Nachweis von Proteinen mittels hochspezfischer Antikörper. Hierzu wird die biologische Probe mit einer Protease verdaut. Aus den Proteinen entstehen charakteristische Peptide, die mit Hilfe von Antikörpern in so genannten Sandwich Immunoassays nachgewiesen werden. Diese Immunoassays wurden mit der Array-Technologie miniaturisiert und parallelisiert, so dass in einem Experiment mehrere Proteine gleichzeitig nachgewiesen werden können.

Ein besonderer Vorteil dieser Methode ist, dass peptidspezifische Antikörper verwendet werden, die sich schnell und kostengünstig herstellen lassen. Der Erfolg dieses Verfahrens steht und fällt mit der Qualität der Antikörper. Diese müssen hochspezifisch sein und eine möglichst hohe Affinität für "ihr" Zielmolekül (Peptid/ Proteinfragment) haben.

Des Weiteren gelang es, mit miniaturisierten und parallelisierten Immunoassays Tumorproteine in Feinnadelbiopsieproben nachzuweisen. Im Prinzip kann die Methode bei jedem heute bekannten Biomarker angewandt werden - wenn zufriedenstellend charakterisierte Antikörper verfügbar sind.

MEDICA.de; Quelle: Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen