Meistens will das Herz nicht mehr

Foto: Balkengraph mit niedriger werdenden Balken

Trotz Herzinfarkt und Krebs
sinkt die Sterblichkeit in allen
Bundesländern seit 1990; © SXC

Nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik verstarben im Jahr 2007 in Deutschland insgesamt 827.155 Personen (391.139 Männer und 436.016 Frauen). Dies waren 5.528 Sterbefälle und damit 0,7 Prozent mehr als im Jahr 2006.

Bei über 43 Prozent der Verstorbenen (150.472 Männer und 208.211 Frauen) wurde der Tod durch Herz-Kreislauferkrankungen ausgelöst. Hieran starben insbesondere ältere Menschen: Über 91 Prozent der Verstorbenen waren über 65 Jahre alt. Da Frauen im Durchschnitt älter werden als Männer, starben diese entsprechend häufiger an einer Herz-Kreislauferkrankung. An einem Herzinfarkt, der zur Gruppe der Herz-Kreislauferkrankungen gehört, verstarben 61.040 Personen, davon waren 55 Prozent Männer und 45 Prozent Frauen.

Über ein Viertel aller Gestorbenen (113.405 Männer und 98.360 Frauen) erlag im Jahr 2007 einem Krebsleiden, der zweithäufigsten Todesursache. Bei den Männern hatten bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane und der Atmungsorgane in diesem Bereich die größte Bedeutung. Bei den verstorbenen Frauen dominierten die bösartigen Neubildungen der Verdauungsorgane, gefolgt von bösartigen Neubildungen der Brustdrüse.

3,7 Prozent aller Todesfälle sind auf eine nichtnatürliche Todesursache (Verletzungen und Vergiftungen) zurückzuführen. Hieran starben 19.082 Männer und 11.568 Frauen. Von den 9.402 Personen, die im Jahr 2007 freiwillig aus dem Leben schieden, waren 75 Prozent Männer und 25 Prozent Frauen. Das durchschnittliche Sterbealter der Suizidenten betrug 53,5 Jahre bei Männern und 59,7 Jahre bei den Frauen.

Im langfristigen Vergleich ist die Sterblichkeit seit 1990 in allen Bundesländern gesunken. Die altersstandardisierte Sterbeziffer sank um 32 Prozent auf 766,7 Gestorbene je 100.000 Einwohner. In Sachsen-Anhalt wurde 2007 mit 862,7 Gestorbenen je 100.000 Einwohner die höchste, in Baden-Württemberg mit 687,0 die niedrigste Sterblichkeit festgestellt.

MEDICA.de; Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland