Eine individuelle Behandlung, eine positive Beziehung zum Pflegepersonal, sowie eine gute Arzt-Patienten-Kommunikation werden damit höher eingeschätzt, als die rein medizinische Sachkenntnis der behandelnden Ärzte.

Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Katja Forche in einer Studie des Zentrums für Neurologie und Psychiatrie der Universität zu Köln. Dabei wird deutlich, dass das persönliche Vertrauen der Patienten gegenüber den Ärzten die Zufriedenheit der Patienten insgesamt am meisten beeinflusst.

Voraussetzung für ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis sei die Aufmerksamkeit des Personals. Der Patient sollte seinem behandelndem Arzt persönliche Dinge anvertrauen können und durch einen festen Ansprechpartner für seine Anliegen unterstützt werden.

Wenn der Patient die Möglichkeit bekommt, Einfluss auf seine Behandlungsmethode zu nehmen, wirke sich das positiv auf seine Einstellung zum Krankenhausaufenthalt aus. Ebenso sei es von Vorteil, wenn der Arzt seinen Patienten regelmäßig und gut über den Therapieverlauf und den Heilungsprozess informiert.

Vor allem psychiatrischen Patienten, die zu Depressionen neigen, sollte das Personal viel Aufmerksamkeit schenken. Denn diese Patienten bewerten die Leistungen eines Krankenhauses generell eher negativer als nicht depressive Patienten.

Patienten bemängeln es am meisten, wenn der Arzt sie nur unzureichend informiert. Dies ist der am häufigsten genannte Kritikpunkt. Am wenigsten wichtig ist den Patienten die allgemeine Ausstattung des Krankenhauses, wie beispielsweise die Verfügbarkeit eines Telefon- oder Fernsehgerätes.

Eine hohe Zufriedenheit des Patienten fördere seinen Heilungsprozess, da die ärztliche Behandlung vor allem bei chronisch Erkrankten effektiver wird. Damit kann die Patientenzufriedenheit auch als Rückmeldung über einen Therapieerfolg verstanden werden, so die Studie.

MEDICA.de; Quelle: Universität zu Köln