Neuer Sonderforschungsbereich: Menschliches Essverhalten

25.11.2013
Foto: Burger mit Pommes

Warum neigen Menschen zu ungesundem Essverhalten? Das soll nun genauer untersucht werden; © panthermedia.net/Arne Trautmann

Rolle belohnungsassoziierter Prozesse und die Ausbildung von Gewohnheiten - Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte den Verbund der Universitäten Lübeck, Köln und Hamburg und des Max-Planck-Instituts für Neurologische Forschung

Das menschliche Essverhalten ist Thema eines neuen Sonderforschungsbereichs (SFB) der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sprecherhochschule ist die Universität zu Lübeck. Am SFB/Transregio 134 („Essverhalten: Homöostase und Belohnungssysteme“) sind außerdem die Universitäten Köln und Hamburg sowie das Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung Köln beteiligt.

Das Fördervolumen beträgt 9,5 Millionen Euro für die Jahre 2014 bis 2017 (Angabe: Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein). Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs ist Prof. Dr. Hendrik Lehnert, der Direktor der Medizinischen Klinik I in Lübeck.

Das Überangebot an energiereicher Nahrung, wie es in industrialisierten Ländern fast überall vorkommt, fördert das Essen über den eigentlichen Energiebedarf hinaus. Dieser Umstand gilt als eine der Hauptursachen für den dramatischen Anstieg an Übergewicht und Fettleibigkeit weltweit. Die Nahrungsaufnahme wird dabei nicht allein durch homöostatische Prozesse bestimmt, mit denen jedes Lebewesen seinen körperlichen Zustand in einem gesunden Gleichgewicht zu halten versucht. Vielmehr spielen auch hedonische, also belohnungsassoziierte Prozesse sowie die Ausbildung von Gewohnheiten eine Rolle. Wie der Einfluss dieser Faktoren von der individuellen genetischen Ausstattung abhängt und durch Veränderungen im Lebensstil beeinflusst wird, untersucht der SFB/Transregio.


MEDICA.de; Quelle: Universität zu Lübeck