Bild: Mann macht Yoga 
© Hemera

Patienten mit einer kardiovaskulären Erkrankung werden oft auch depressiv. Eine Depression wiederum beschleunigt die Erkrankung. Daraus hat man folgenden Schluss gezogen: Wenn es gelingt, die Depression einzudämmen, sollte sich eigentlich auch die kardiovaskuläre Erkrankung bessern lassen.

Dies haben nun Dr. Valencia Porter vom Scripps Center for Integrative Medicine (SCIM) in La Jolla, California, und ihre Arbeitsgruppe näher untersucht. Sie analysierten, inwieweit ein Programm namens „Healing Hearts“ tatsächlich helfen kann. 569 Patienten nahmen zwischen 1996 und 2003 daran teil.

„Healing Hearts“ ist ein sechsmonatiges integriertes Rehabilitationsprogramm für Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen. Es beinhaltet die üblichen Standardmaßnahmen wie Blutdruckmessen und Pharmakotherapie. Darüber hinaus bietet das Programm aber auch Therapie für die Seele, zum Beispiel durch Yoga, Stressmanagement und Ernährungsberatung. Nach Ende des Programm analysierte man die Ergebnisse.

Im Beck Depression Inventory (BDI) besserten sich die Symptome der Teilnehmer um durchschnittlich 8.4 Punkte (p kleiner 0.001). Auch im kurzgefassten Gesundheitsfragebogen Short Form (SF)-36 konnte man einen durchschnittlichen Punktanstieg von 74.6 Punkten feststellen (p kleiner 0.001).

Die Studienleiter zeigten sich erfreut, aber auch erstaunt über diese Besserung des seelischen Wohlbefindens, weil das „Healing Hearts“-Programm ursprünglich gar nicht dafür ausgelegt worden war. Auch körperliche Parameter wie etwa der Body Mass Index und anderes besserten sich durch dieses Programm.

Unter dem Strich sehen sich die Studienleiter darin bestätigt, dass man den ganzen Menschen behandeln müsse, nicht nur seine körperlichen Beschwerden.


MEDICA.de; Quelle: American College of Preventive Medicine (ACPM) 2007 Annual Meeting: Poster 16