Das metabolische Syndrom umfasst erhöhte Cholesterinwerte, Übergewicht, hohen Blutzucker und hohe Blutdruckwerte. Solche Personen haben ein stark erhöhtes Risiko, an einer kardiovaskulären Erkrankung zu sterben.

Genauere Zahlen kommen jetzt von einer großen Meta-Analyse, die mehr als 40 Studien mit 172.573 Personen umfasste. Die Länge der Studien war sehr unterschiedlich und reichte von zwei bis zu 16 Jahren.

Wie die Meta-Analyse zeigt, steigt das relative Risiko einer koronaren Herzkrankheit bei Patienten mit metabolischem Syndrom auf das 1.78-fache. Die kardiovskulären Ereignisse traten bei Frauen um 33 Prozent häufiger auf als bei Männern. Das zeigten sieben der 40 untersuchten Studien, die das Risiko nach Geschlechtern aufschlüsselten.

Die Studienleiter sind der Meinung, dass das metabolische Syndrom offenbar einen eigenen Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen darstellt, der über die Gefahr der einzelnen Risikofaktoren hinaus geht. Dies weist nach ihrer Ansicht darauf hin, dass das metabolische Syndrom bestimmte pathophysiologische Mechanismen aufweist, von denen man heute noch nichts ahnt.

MEDICA.de; Quelle: Journal of the American College of Cardiology 2007, Vol. 49, S. 403-414