Das zeigt eine Untersuchung, die jetzt beim 35 Jahreskongress der "Society of Critical Care Medicine" vorgestellt wurde. 79 Patienten nahmen an dieser Studie teil. Alle litten an einem ARDS. Randomisiert wurden die Patienten mit Methylprednisolon oder Placebo behandelt. Die initiale Methylprednisolondosis bestand aus 1 mg/kg, gefolgt von einer Infusion mit 1 mg/kg pro Tag 14 Tage lang.. In den folgenden 14 Tagen bestand die Dosis nur noch aus 0,5 mg/kg. Danach wurde der Wirkstoff über sieben Tage lang langsam ausgeschlichen.

Am siebten Tag konnten 70 Prozent der Patienten unter Methylprednisolon extubiert werden. Unter Placebo dagegen nur 32 Prozent. Nahezu doppelt so viele Patienten unter dem Verum verbesserten sich auf dem „lung injury score“ um mindestens einen Punkt (69,8 Prozent versus 37,5 Prozent). Der Wert des C-reaktivenProteins (CRP) lag unter dem Verum bei durchschnittlich 3 im Vergleich zu 15 unter Placebogabe.

Durchschnittlich fünf Tage lang mussten Patienten unter Methylprednisolon künstlich beatmet werden, dagegen 9,5 Tage lang unter dem Placebo. Vorteile für Methylprednisolon auch in Bezug auf die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation: sieben Tage versus 14 Tage. 79,4 Prozent der Patienten auf der Intensivstation überlebten mit Methylprednisolon. Mit Placebo waren es nur 57,4 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: 35th Critical Care Congress of the Society of Critical Care Medicine