30.11.2011

German Healthcare Export Group e.V. / GHE e.V.

Meyra schickt Hilfsgüter für Berufsschule nach Thailand

Bereits zum zweiten Mal schickt der Rollstuhlhersteller Meyra einen Spendencontainer nach Thailand. Die Hilfsgüter werden dort am 3. Dezember, passend zum Weltbehindertentag, an Schüler der »Redemptorist Vocational School for People with Disabilities« (Berufsschule für behinderte Menschen) und an das »Day Care Center« für Kinder aus sehr armen Familien verteilt.

Von Kalldorf aus fährt der Lastwagen mit dem Container nach Hamburg. Dort wird er auf ein Schiff verladen. Insgesamt wird die Reise sechs Wochen dauern. Am 3. Dezember, dem Weltbehindertentag, werden die Spenden verteilt.
Ein Großteil ist für eine Berufsschule für behinderte Kinder bestimmt. »An der Schule bekommen Jugendliche mit Behinderung eine Ausbildung. Sie lernen zum Beispiel den Umgang mit Computerprogrammen. Dadurch sollen sie in die Lager versetzt werden, sich später einmal selber versorgen zu können. Um ihnen die dafür notwendige Mobilität zu verschaffen, spendet die Firma Meyra Rollstühle und weitere Hilfsmittel«, erklärt Hans Mielke, Betriebsratsvorsitzender bei Meyra und einer der Hauptorganisatoren.

Begleitet wird die Verteilung der Güter vor Ort von Jens Maspfuhl, deutscher Meister im Behindertengolf und erster Vorsitzender der Deutschen Unfall- und Katastrophenhilfe. Bereits seit einigen Jahren arbeitet Maspfuhl mit der Firma Meyra zusammen. Ebenfalls werden zwei Mitarbeiter aus Kalldorf nach Thailand reisen und beim Entladen dabei sein. Erik te Riele und Robert Hojnik überwachen jedoch nicht nur die Verteilung der Spenden: »Durch die Spendenaktion haben wir gleichzeitig auch geschäftliche Kontakte nach Thailand aufbauen können. Durch Aufträge von dort erhöht sich unsere Produktion und der Standort Kalldorf wird nachhaltig gestärkt. Das ist noch ein Nebeneffekt von einer guten Sache«, berichtet Hans Mielke.

Jens Maspfuhl, der extra für die Abfahrt des Containers nach Kalldorf gekommen ist, zeigt sich sehr erfreut darüber, dass die Spendenaktion wieder auf den Weg gebracht werden konnte. »Wohltätigkeitsarbeit ist in Thailand leider wenig bekannt. Die meisten Projekte in dieser Art werden von Ausländern betrieben. Die Redemptorist Vocational School for People with Disabilities ist eine Initiative der Father Ray Fundation, einer Stiftung, die ein Amerikaner ins Leben gerufen hat. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen eine Ausbildung bekommen. Die Zusammenarbeit mit der Firma Meyra hilft in diesem Zusammenhang sehr«, sagt Jens Maspfuhl.

Ebenfalls mit im Container sind 150 Teddybären. Diese sind für das »Day Care Center« für Kinder aus sehr armen Familien gedacht. Diese Einrichtung gehört ebenfalls zur »Father Ray Fundation«. Wanderarbeiter aus den Slums können dort jeden Morgen ihre Kinder abgeben. Die Kleinen sind zwischen zwei und vier Jahren alt und werden in dem Center rundum versorgt. »Spielzeug, eine Schuluniform und ein Platz für den Mittagsschlaf werden dort geboten. Außerdem bekommen die Kinder etwas zu essen. Zusätzlich werden mit den Kindern Übungen gemacht, um ihre Sprachfähigkeiten zu verbessern. Die Eltern müssen sich verpflichten, die Kinder anschließend auch in die Schule zu schicken. Dadurch bekommen die Kinder eine Chance auf eine Zukunft. In Thailand bei den Ärmsten der Armen keine Selbstverständlichkeit«, erklärt Maspfuhl.

Die Schirmherrschaft für die Aktion hat der deutsche Botschafter in Thailand, Rolf Schulze, übernommen. Neben der Firma aus Kalldorf unterstützen auch der Kalletaler Musiker Norbert Görder und seine Produktionsfirma Taff Staff Music aus Herford die Aktion mit dem Lied »Make that change«.

Von Meike Sasse