08.07.2015

German Healthcare Export Group (GHE) e. V.

Mikroskope für die Lasermikrodissektion mit LED-Durchlichtbeleuchtung

Leica LMD7 mit Scanningtisch, der Kamera Leica DFC7000 T am oberen Kameraeingang und der Kamera Leica DFC3000 G am seitlichen Kameraeingang sowie 22-Zoll Pen Monitor. Auf dem Monitor ist die Leica LMD Applikationssoftware zu sehen, die sich komplett über

Leica LMD6 und Leica LMD7 ersetzen Leica LMD6500 und Leica LMD7000


Mit dem Leica LMD6 und Leica LMD7 hat Leica Microsystems zwei Mikroskope für die Lasermikrodissektion eingeführt, die eine LED-Durchlichtbeleuchtung bieten. Anwender können nun zwischen Halogen- und LED-Beleuchtung wählen. Zu den Vorzügen der LEDs gehören neben ihrer Energieeffizienz eine homogene Probenausleuchtung sowie eine konstante Farbtemperatur. Mit einer Lebensdauer bis 25.000 Stunden sind sie zudem langlebiger als Halogenlampen. Das Leica LMD6 ersetzt das Leica LMD6500, das Leica LMD7 das Leica LMD7000. Das aufrechte Mikroskop Leica DM6 B, Nachfolgemodell des Leica DM6000 B, ist in beiden neuen LMD-Systemen integriert.


„In den letzten Jahren hat sich die LED-Beleuchtung erheblich weiterentwickelt. Für Leica Microsystems ist es ein konsequenter Schritt, die LMD-Systeme mit LED-Beleuchtung für Durchlichtanwendungen anzubieten. Da wir aber wissen, dass die Halogenbeleuchtung für manche Anwender nach wie vor wichtig ist, können unsere Kunden zwischen den beiden Beleuchtungsarten wählen“, erklärt Dr. Falk Schlaudraff, Produktmanager bei Leica Microsystems.


Die Lasermikrodissektionssysteme Leica LMD6 und Leica LMD7 ermöglichen die Dissektion unterschiedlichster Proben. Von Säugetier- und menschlichen Zellen bis hin zu Pflanzen und Bakterien können Probenregionen isoliert und für Anwendungen in der Genomik (DNA), Transkriptomik (mRNA, miRNA), Proteomik, Metabolomik sowie Next-Generation-Sequencing (NGS) gesammelt werden. Beide Systeme sind wahlweise mit einer Halogen- oder einer LED-Beleuchtung für Durchlicht ausgestattet. Anwender profitieren von der konstanten Farbtemperatur sowie der homogenen Ausleuchtung der Probe bei allen Helligkeitsstufen. Mit einer Lebensdauer von mindestens 25.000 Stunden sparen LEDs auch die Zeit und den Aufwand, der mit Lampenwechseln verbunden ist.


Wie bei den Vorgängermodellen erfolgt bei beiden neuen Geräten die Probensammlung über Schwerkraft. Diese Methode ist besonders schonend, da die Proben unabhängig von der Dissektatgröße bzw. -form kontaktfrei aufgefangen werden. Das gewährleistet, dass Proben kontaminationsfrei bleiben. Da für die Probensammlung keine zusätzliche Kraft aufgewendet werden muss und handelsübliche Verbrauchsmaterialien für die Probenaufnahmen geeignet sind, sparen die Leica LMD-Systeme Zeit und Kosten.


Beim Leica LMD6 und beim Leica LMD7 wird nicht die Probe, sondern der Laser bewegt, um saubere Schnitte zu erzielen. Der Laserstrahl wird von einer hoch präzisen Optik gesteuert; die Probe bleibt während der Dissektion fest positioniert. Dr. Schlaudraff erklärt: „Diese Anordnung erlaubt eine außerordentlich hohe Schnittgenauigkeit bei hohen Vergrößerungen und sorgt bei niedrigen Vergrößerungen für eine hohe Schnittgeschwindigkeit. Dies sind wesentliche Voraussetzungen für die Gewinnung von reinem, homogenem Probenmaterial für die nachfolgenden Analyseaufgaben.“