Milch und die Jod-Verbindung

Weiß wie die Unschuld, aber
verstärkt Akne; © Hemera

Eine Studie in dem Journal der the American Academy of Dermatology vermutet dass Hormone und "bioaktive Moleküle" verantwortlich sein könnten für Akne im jugendlichen Alter. Harvey Arbesman, ein University of Buffalo Professor der Dermatologie und sozialer und vorbeugender Medizin, beschreibt seine Argumentation im Zusammenhang mit Jod näher in einem Brief, der in der Sektion "Notes and Comments" der Dezember-Ausgabe des Journals erschienen ist.

"Es ist schon seit den 1960er-Jahren bekannt, dass Jod-Aufnahme Akne verschlimmern kann," sagte Arbesman. "Nichtsdestotrotz wurde in verschiedenen Studien gezeigt, dass es immer noch einen bedeutenden Level an Jod in Milch in verschiedenen Ländern gibt. So auch in den USA, Großbritannien, Dänemark, Norwegen und Italien."

"Bauern geben ihren Kühen mit Jod angereichertes Futter, um Infektionen vorzubeugen," bemerkt er an, "und sie benutzen hygienisch machende Jod-Lösungen an den Kuheutern und den Milchmaschinen. Die Folge ist, dass es eine beträchtliche Menge an Jod in Molkereiprodukten gibt. Daher gebe ich seit Jahren meinen Patienten den Rat, weniger Molkereiprodukte zu sich zu nehmen."

Arbesman weist darauf hin, dass die Verbindung zwischen Akne und Molkereiprodukten, die in der Studie beobachtet wurde, sekundär durch den Jodgehalt der Molkereiprodukte hervorgerufen worden sein könnte. "Noch bedeutender ist," sagte er, "dass die Verbindung eine Kombination von Hormonen und Jod sein könnte."

Es sei wichtig die Verbindung von Jod und Teenage-Akne publik zu machen, damit die Molkerei-Industrie ermutigt wird, sich dieser Sache anzunehmen, so Arbesman. Er schlug vor, dass zukünftige Studien, die sich mit dem Verhältnis von Milch und Akne beschäftigen, auch die Rolle von Jod untersuchen.

MEDICA.de; Quelle: University at Buffalo