14.11.2005

GSD mbH

Millioneneinsparungen mit IT-Lösung in Krankenhäusern

Berlin, 15. November 2005 – Der enorme Kostendruck im Gesundheitswesen kann mit Hilfe einer intelligenten IT-Lösung deutlich reduziert werden. Die auf IT-Lösungen spezialisierte Gesellschaft für Systemforschung und Dienstleistungen im Gesundheitswesen (GSD) hat in Zusammenarbeit mit der HELIOS Kliniken GmbH das Steuerungssystem i.health entwickelt. i.health ermöglicht die klinikweite Überwachung und den schnellen Zugriff auf alle im Krankenhaus relevanten Leistungen und Prozesse. Dadurch können Beträge im Millionenbereich eingespart und das wirtschaftliche Überleben des Krankenhauses gesichert werden.

„Bei den HELIOS-Kliniken ist die Auswertung von Kennzahlen für Klinikmanager, leitende Ärzte, Medizin- und Finanz-Controller von essentiellem Interesse“, erklärt Peter Küstermann, in der Konzern-Geschäftsführung für Finanzen und Controlling zuständig. „Sie sind darauf angewiesen, aktuelle Daten schnell und übersichtlich analysieren zu können.“ Je nach Berechtigung können Mitarbeiter online das Erlös- und Leistungsgeschehen für einzelne Kliniken sowie der gesamten Gruppe abrufen.


Abweichungen von vereinbarten Zielgrößen, wie zum Beispiel Behandlungszahlen, Verweildauer, Zeitraum für die Erstellung von Entlassungsbriefen oder Erlöse je Abteilung sind ebenso transparent wie die medizinischen Standards der Klinikkette. Eine Analyse von Leistungen und Erlösen ermöglicht die gezielte Kommunikation auch mit externen Partnern wie einweisenden Ärzten und Krankenkassen. Jeder Nutzer hat zudem bei individuellen Fragen die Möglichkeit, das Berichtswesen individuell anzupassen.

„Während es früher ausreichte, Betten und Belegungstage zu zählen, setzen wir heute komplexe Systeme wie das i.health mit Erfolg für das Controlling in unseren 24 Häusern und im Konzern ein“, berichtet Küstermann weiter. Mit i.health werden die benötigten Daten aus dem operativen Krankenhausinformationssystem (KIS) extrahiert. „Das Controllingsystem wurde fachlich von Privatdozent Dr. Thomas Mansky, leitender Medizincontroller der HELIOS Kliniken GmbH, konzeptioniert und wird vom ihm auch in Bezug auf die Fortentwicklung des DRG-Systems betreut“, berichtet Dr. Christoph Wall, zuständiger Produktmanager bei der GSD. Diese Kooperation ermöglicht es, sowohl medizinisch als auch technisch die beste Lösung zu erreichen. Insgesamt stecken nach Angaben von Michael Meilutat, verantwortlicher Geschäftsfeldleiter der GSD, zwei Jahre Entwicklungszeit in i.health. Die korrekte Ausgabe der Daten wurde in diesem Zeitraum in einem sehr gründlichen Verifikationsprozess hieb- und stichfest überprüft und sichergestellt.

„Diese Erfahrung und Lösung bieten wir jetzt allen Krankenhäusern an. In nur drei Wochen kann jedes Krankenhaus dieses Steuerungssystem basierend auf dem Wissen und mit dem Praxisbezug einer der erfolgreichsten deutschen Krankenhausketten nutzen“, sagt Meilutat weiter.

Auch die Frage „Wie lässt sich die Qualität bei gleichem Mitteleinsatz oder - was heute Realität ist - bei sinkenden Erlösen steigern?" wird erstmalig konkret beantwortbar. Im Rahmen der Qualitätsdiskussion im Gesundheitswesen darf nach den Worten von Michael Meilutat nicht vergessen werden, dass auch im Gesundheitswesen die Qualität mit der Effizienz steigen kann. „Qualität über die Gesamtheit der medizinischen Leistungen einer Klinik ohne Kostenbezug zu maximieren, ist im heutigen Gesundheitssystem nicht mehr finanziert“, erklärt Michael Meilutat.

Den Vorteil des Systems formuliert der Chefarzt für Anästhesie und ärztliche Leiter des klinischen Controllings der Helios-Kliniken, Dr. Joachim Hommel so: „Im Sachkostenbereich konnten wir bei gleicher oder besserer Ergebnisqualität für die Patienten durch die Reduzierung der Präperateanzahl und Einsatzmengen auch ihre pharmakologische Sicherheit verbessern und zudem hohe Geldbeträge sparen. Diese Einsparungen ermöglichen uns weiterhin die exzellente Behandlung unserer Patienten mit einer hohen Zahl von Ärzten und Pflegekräften.“

Der Prototyp des Sachkostencontrolling-Moduls, das Ende Oktober fertig gestellt sein wird, soll auf der Medica in Düsseldorf vom 16. bis 19. November 2005 in Halle 16 Stand C 59, einem breiten Fachpublikum vorgestellt werden.


Die GSD ist in Europa einer der führenden Hersteller und Dienstleister von Krankenhaus-IT-Lösungen. Zum Anwenderkreis gehören gegenwärtig weltweit 260 Krankenhäuser und Healthcare-Maintenance-Organisationen. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Jahr 2004 auf 23,45 Millionen steigern (2003: 21,9 Mio. Euro).