Minicomputer mit Handy verbessert Leben

Sehr nützlich, besonders die
neueren Modelle: Handys;
© Hemera

Nach Abschluss eines Feldversuchs hat die TU München gemeinsam mit den krebskranken Jugendlichen und dem Team in Heidelberg nun den Prototyp des mobilen Patientenassistenzsystem entwickelt (MPAS). "18 Monate Forschungsarbeit haben gezeigt, dass mobile Informationssysteme dazu beitragen, die Situation der Patienten zu verbessern", berichtet Renate Sedlak, Projektkoordinatorin an der Heidelberger Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Die Projektpartner sehen mehrere Einsatzgebiete und viele Vorteile für Patient und Klinik. So können Behandlungs- und Nachsorgepläne der Klinik auf den mobilen Endgeräten elektronisch abgebildet werden: Die Jugendlichen werden an Termine erinnert, wann sie ihre Medikamente einnehmen oder in die Ambulanz kommen sollen. Ihre Mitarbeit wird durch SMS-Erinnerungen an Arzttermine verbessert, sie übernehmen mehr Mitverantwortung für den Genesungsprozess, gewinnen damit aber auch ein Stück Selbstbestimmung und Einflussmöglichkeit zurück.

Im Tagebuch werden auch Nebenwirkungen der Therapie erfasst; diese Daten können in klinischen Studien übernommen werden. Dadurch können Gesundheitsrisiken sehr früh erkannt und behandelt und die Behandlungsschemata angepasst werden. Bestimmte Gesundheitsdaten können vom Patienten selbst erfasst und eingegeben werden wie Langzeit-EKG, Blutwerte. Dem Arzt kann ein Fernzugriff auf diese Daten ermöglicht werden.

Unabhängig von Ort und Zeit kann der Patient stets Kontakt mit anderen Patienten und dem Arzt aufnehmen. Dies vermittelt ihm Sicherheit: In jeder psychosozialen Notsituation kann er stets einen Gesprächspartner finden. Ein weiterer Vorteil: Über das Patientenassistenzsystem können Informationen gezielt zur Verfügung gestellt werden.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg