Dieser Verbund wird von Professor Dr. Thomas F. Schulz von der Abteilung Virologie der MHH geleitet. "Diese Förderung der Krebsforscher der MHH durch die EU unterstreicht die Stärken, die an der MHH auf dem Gebiet Infektionen und Krebs existieren. Hierzu gehört insbesondere die Forschung auf dem Gebiet der krebserregenden Herpes- und Hepatitisviren, sowie eines für den Magenkrebs verantwortlichen Bakteriums."

Zu den untersuchten Infektionserregern gehören verschiedene Viren: etwa das menschliche Papillomavirus, das den Gebärmutterhalskrebs verursacht, das Epstein-Barr-Virus, das Tumoren des lymphatischen Systems auslösen kann, oder das Kaposi-Sarkom-Herpesvirus. Dieser Erreger kann bei immun geschwächten Personen das Kaposi-Sarkom hervorrufen. Auch bestimmte Bakterien können Krebs verursachen, wie etwa Helicobacter pylori, die Ursache des Magenkrebses.

30 Arbeitsgruppen aus 13 europäischen Ländern werden in dem Verbundprojekt "The role of chronic infections in the development of cancer", kurz INCA genannt, in den nächsten vier Jahren zusammenarbeiten. Der Verbund wird zudem die Arbeit von Organisationen unterstützen, die sich der Information von Patienten widmen. "Unser Ziel ist es, die Grundlagen für neue Behandlungsmethoden zu legen, sowie neue Methoden der Diagnostik zu entwickeln und zu erproben", betont Professor Schulz.

MEDICA.de; Quelle: Medizinische Hochschule Hannover