Das schreiben Dr. Madelon C. Vonk vom Radboud University Nijmegen Medical Centre in den Niederlanden und ihre Kollegen, nachdem sie eine Studie mit 26 Patienten durchgeführt haben. Alle litten an einer rapide sich fort entwickelnden systemischen Sklerose, und das seit mindestens zwei Jahren. Der Wert beim modifizierten Rodnan Skin Score(mRSS) lag über 20 Punkte, die Hämoglobinwerte unter 11 g/dl. Zugelassen zur Studie wurden aber auch Patienten, deren Erkrankung mindestens zwei Jahre andauerte und bei denen ein oder zwei Organe bereits angegriffen waren.

Mit Hilfe von Cyclophosphamid mobilisierte die Studiengruppe periphere Blutstammzellen bei den Patienten und gewann diese Zellen mittels Apherese. Fünf bis zwei Tage vor der Re-Injektion der Stammzellen wurden sie mit Cyclophosphamid konditioniert.

Nach einem Nachbeobachtungszeitraum von durchschnittlich 5,3 Jahren zeigte sich bei 21 der 26 Patienten (81 Prozent) eine klinische Antwort. Die Überlebensrate betrug 96,2 Prozent fünf Jahre nach Studienbeginn und 84,8 Prozent nach sieben Jahren. Nach fünf Jahren hatte sich bei 64,3 Prozent der Probanden die Krankheit nicht massiv zurück gemeldet. Dies konnten 57,1 Prozent nach sieben Jahren sagen. Die Studienleiter sind von diesem Ergebnis selbst sehr positiv überrascht. Kürzlich hat eine Meta-Analyse gezeigt, dass Patienten mit einer schweren systemischen Sklerose eine Fünf-Jahres-Überlebensrate von nur 40 Prozent aufweisen.

Zugleich sanken auch die Werte im mRSS-Test, was eine Besserung aussagt. 73 Prozent der Patienten verbesserten sich auf dieser Skala nach einem Jahr um mindestens 25 Prozentpunkte und um 94 Prozent nach fünf Jahren.

Am deutlichsten profitierte der funktionale Status der Patienten von der hämatopoetischen Stammzelltransplantation. Damit sei diese Art der Stammzelltransplantation die wirkungsvollste Waffe gegen die systemische Sklerose, schreiben die Autoren.

MEDICA.de; Quelle: Annals of the Rheumatic Diseases 2008, Vol. 67, S. 98-104