Mit Vitamin C gegen die Atopie

Nur natürliches Vitamin C scheint
vor Atopie zu schützen; © ABDA

Ein Zusammenhang zwischen dem Stillen und dem Risiko einer Atopie im Kindesalter wird lange vermutet, konnte bislang aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Während einige Studien einen protektiven Effekt des Stillens nachgewiesen haben, kamen andere Studien zu dem Ergebnis, dass das Stillen keinerlei Auswirkungen auf das Atopierisiko habe oder das Risiko sogar erhöhe. Möglicherweise sind diese unterschiedlichen Ergebnisse darauf zurück zu führen, dass man bei den Studien zu wenig Augenmerk auf die Zusammensetzung der Muttermilch lenkte.

Genau dies haben nun Wissenschaftler nachgeholt, die 65 atopische Mütter in eine Studie einschlossen und die Nahrung der Frauen analysierten. Außerdem nahmen sie Proben der Muttermilch, als die Säuglinge einen Monat alt waren.

Die Analyse zeigte klar: Mütter, die sich Vitamin-C-reich ernähren, haben eine höhere Konzentration an Vitamin C in ihrer Muttermilch. Eine höhere Vitamin-C-Konzentration in der Muttermilch wiederum senkt das Risiko des Säuglings, innerhalb des ersten Lebensjahres an einer atopischen Dermatitis zu erkranken oder einen positiven Haut-Prick-Test zu haben, um 70 Prozent.

Dieser positive Effekt des Vitamin C trat aber nur dann auf, wenn die Frauen natürliches Vitamin C mit der Nahrung aufgenommen hatten. Vitamin-C-Pillen oder Vitamin-E-Nahrungssupplemente hatten keinerlei protektiven Effekt hinsichtlich atopischer Erkrankungen beim Säugling. Auch der Anteil von Fettsäuren oder Alpha-Tocoperol in der Muttermilch zeigte keinerlei Assoziation mit dem Atopie-Risiko beim Säugling.

Die Studienleiter raten daher allen Müttern, viel Gemüse, Früchte und Beeren zu essen. Der Griff zur einfachen Vitaminpille dagegen ist zu wenig.

MEDICA.de; Quelle: European Journal of Clinical Nutrition 2005, Vol. 59, S. 123-128