Dies zeigt eine Studie mit 3.771 Patienten mit einer stabilen koronaren Herzkrankheit (KHK), die an der PEACE-Studie teilnahmen, einer Untersuchung mit dem ACE-Hemmer Trandolapril. Die Patienten wurden über durchschnittlich 4.8 Jahre hinweg nachverfolgt.

Nachdem man verschiedene Störfaktoren herausgerechnet hatte, zeigte sich ein klarer positiver Zusammenhang zwischen der Höhe des CRP-Spiegels und dem Risiko verschiedener kardiovaskulärer Ereignisse. Die Risiken im Einzelnen: bei einem CRP-Spiegel von 1.0 bis 3.0 mg/L stieg das Risiko eines kardiovaskulären Todesfalls, eines Myokardinfarktes beziehungsweise eines Schlaganfalls auf das 1.39-fache (p gleich 0.016). Stieg der CRP-Spiegel sogar auf mehr als 3.0 mg/L an, dann erhöhte sich das Risiko um das 1.52-fache (p gleich 0.003). Bezugsgröße war jeweils ein CRP-Wert unter 1 mg/L.

Außerdem waren erhöhte CRP-Spiegel unabhängige Prädiktoren eines Herzversagens und neu auftretenden Diabetes mellitus. Allerdings gab es keinen Zusammenhang mit der Wirksamkeit des ACE-Hemmers Trandolapril.

Dieses Ergebnis ist bemerkenswert. Frühere Studien haben nämlich gezeigt, dass das kardiovaskuläre Risiko offenbar erst dann ansteigt, wenn die CRP-Spiegel auf über 3.0 ng/L. steigen. Möglicherweise, so vermuten die Studienleiter, waren frühre Studien nicht groß genug, um das kardiovaskuläre Risiko im Zusammenhang mit ansteigenden CRP-Spiegeln bereits bei niedrigen Werten zu entdecken. Damit haben Patienten, die bislang als „durchschnittliches Risiko“ eingestuft wurden, tatsächlich bereits ein erhöhtes Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis.

MEDICA.de; Quelle: Circulation 2007, Vol. 115, S. 1528-1536