Wer sich bewegt und Normalgewicht hat, verfügt in der Regel auch über ein gesünderes Herz als übergewichtige Menschen, die sich nicht so viel bewegen. Bislang war unbekannt, ob der Body Mass Index (BMI) auch einen Einfluss auf das Schlaganfallrisiko hat.

Daten dazu liefert jetzt eine Studie, welche auf Daten einer großen finnischen Studie zurückgreift. 49.996 Personen im Alter zwischen 25 und 74 Jahren nahmen daran teil. Zu Beginn der Studie hatte keiner der Probanden kardiovaskuläre Schäden. Während eines Nachbeobachtungszeitraums von durchschnittlich 19,5 Jahren traten bei 3.228 Personen, darunter 1.673 Männern und 1.555 Frauen, Schlaganfälle auf. 674 dieser Schlaganfälle waren hämorrhagisch, 2.554 Schlaganfälle ischämischer Natur.

Dann analysierte man die Daten der betroffenen Patienten und verglich sie mit den Daten der Nicht-Betroffenen. Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen dem BMI und dem Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden: Untergewichtige Männer mit einem BMI kleiner 18kg/m2 hatten ein relatives Gesamt-Schlaganfallrisiko von 0,74 im Vergleich zu Normalgewichtigen. Übergewicht, definiert als BMI zischen 25,0 und 29,9 kg/m2, erhöht das Risiko auf 1,23 und starkes Übergewicht mit einem BMI über 25 kg/m2 bringt ein relatives Risiko von 1,59 mit sich. Noch deutlicher die relativen Risiken beim ischämischen Schlaganfall alleine: 0,49, 1,27 und 1,70.

Die entsprechenden Werte für die Frauen: 1,87 und 1,08 beziehungsweise 1,30. Es fällt also auf, dass der Body Mass Index bei Männern offenbar einen deutlicheren Einfluss auf das Schlaganfallrisiko hat als bei Frauen.

Als man verschiedene andere Faktoren mit einrechnete wie etwa den systolischen Blutdruck, Gesamt-Cholesterinwerte und ein Diabetes mellitus in der Vorgeschichte, schwächte sich die Korrelation zwar etwas ab, blieb aber statistisch signifikant.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Internal Medicine 2007, Vol. 167, S. 1420-1427