Mit der Zitterpappel gegen Rheuma

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Mehrere klinische Studien hatten belegt, dass ein Kombinationspräparat aus Zitterpappel-, Eschenrinden- und Goldruten-Extrakt wirksam ist bei rheumatischen Erkrankungen.
Vermutlicher Grund für die Wirksamkeit: Bei rheumatischen Erkrankungen bilden sich freie Radikale im entzündeten Gewebe, was maßgeblich die daraus resultierende Schädigung erklärt.

Die genannten Inhaltsstoffe des Kombinationspräparates fangen Radikale ab. Bislang war aber nicht bekannt, in welchem Ausmaß jeder der drei im Präparat enthaltenen Kombinationspartner an der radikalabfangenden Wirkung beteiligt ist.

Als Testsystem in einer Studie wurde der radikalische Zerfall von 2,2' Azobis (2amidinopropan)dihydrochlorid (AAPH) gewählt. Die Studienleiter verfolgten ihn mittels Luminol-verstärkter Chemilumineszenz, so dass sowohl antioxidative als auch prooxidative Eigenschaften der Testsubstanzen erfasst wurden. Lösungsmittelkontrollen und das Standard-Antioxidans Trolox wurden ebenfalls untersucht. Die antioxidative Wirkung wurde als Verlängerung der Auslöschzeit in Minuten erfasst.

Das Kombinationspräparat (0,1 µl/ml) hatte eine antioxidativen Wirkung entsprechend einer Auslöschzeit von 11,2, Zitterpappel von 13,0, Eschenrinde von 15,9 und Goldrute von 5,5 Minuten. Für alle Substanzen wurde eine lineare Konzentrations-Wirkungs-Beziehung nachgewiesen.

Demnach haben Zitterpappel und Eschenrinde den größten Anteil an der in diesem Modell erfassten antioxidative Wirkung. Durch systematische Testung der Komponenten in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen konnte gezeigt werden, dass ihre Wirkungen sich addieren.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin: Jahreskongress 2005