Mit sieben Tesla der Herzfunktion auf der Spur

Von der 7-Tesla-MRT-Apparatur erhoffen sich die Forscher der Universität Duisburg-Essen und dem F. C. Donders Centre bessere Untersuchungsmöglichkeiten als von den heutzutage verwendeten 1,5- und 3-Tesla-Scannern. Die Wissenschaftler und Ärzte versprechen sich vor allem ein größeres Verständnis von grundlegenden Herzfunktionen.

Letztlich sollen Möglichkeiten zu neuen Therapien bei Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Autismus und Dyslexie ergründet werden. Die Essener Forscher gebrauchen die Apparatur für weitere medizinische Untersuchungen. Sie werden weltweit zu den Pionieren gehören, die mit der 7-Tesla MRT-Apparatur den gesamten menschlichen Körper untersuchen können. Das F. C. Donders Centre für Kognitive Neurobildgebung (Neuroimaging) wird Untersuchungen zur Herztätigkeit durchführen. Mit der modernen Apparatur sollen spezifische Aktivitäten des Herzens betrachtet werden. So werden Einsichten in die neurobiologischen Fundamente des menschlichen Kognitivvermögens erlangt.

Unlängst erlangte der Direktor des F. C. Donders Centre, Professor Peter Hagoort, mit dem NWO-Spinozaar-Preis hohes Ansehen. Die Auszeichnung stellte einerseits die "Krönung" seiner Untersuchungen zum menschlichen Sprachvermögen dar, steht aber auch für seine Arbeit, das F. C. Donders Centre in fünf Jahren an die Weltspitze gebracht zu haben.

Der Nijmegener Spinozaar-Gewinner 2005 wird international als "tonangebender, herausragender" Wissenschaftler auf seinem Fachgebiet angesehen. Fachkollegen erwarten in Zukunft, dass Hagoort's Arbeiten neues Licht auf dem Gebiet der neuronalen Basis von kognitiven Prozessen wie im Bereich der Sprache und des Sprachvermögens bringen wird. Dieser Zukunft ist man mit dem neuen Gerät ein Stück näher.

MEDICA.de; Quelle: Universität Duisburg-Essen