Mobiler Assistent überwacht Schlaf

Foto: Mann mit Kabel am Körper

Die Überwachung des Schlafs ist
jetzt auch zu Hause möglich;
© Fraunhofer IIS

Schichtarbeit, Stress, Schnarchen oder sogar kurze Atemstillstände - schlechter Schlaf kann viele Ursachen haben. Ob ein Patient unter Atemaussetzern oder verwandten Schlafstörungen leidet, lässt sich bisher nur in einem Schlaflabor feststellen. Dort wird der Patient mindestens eine Nacht lang beobachtet, während er verkabelt und überwacht von einer Vielzahl von Messgeräten und Kameras schläft.

Das vom Fraunhofer-Institut neu entwickelte Sensornetzwerk SomnoSENS ermöglicht die bequeme Überwachung des Schlafs im eigenen Bett. Es besteht aus einer kleinen Box, die während des Schlafs am Körper getragen wird. Mit vier Klebelektroden wird ein EKG aufgezeichnet.

Ein Clip am Finger misst die Sauerstoffsättigung des Blutes und den Puls. Eine Nasenbrille und dehnbare Gurte um den Oberkörper überwachen die Atmung, und ein Bewegungssensor in der Box erkennt die Körperlage des Schläfers. Gleichzeitig registriert der Sensor, wie viel sich der Patient im Schlaf bewegt.

"Das System wird im Schlaf direkt am Körper getragen und beeinträchtigt aufgrund der Miniaturisierung kaum den Schlafkomfort", versichert Herbert Siegert vom IIS.

SomnoSENS erfasst die Daten, speichert sie und überträgt sie per Bluetooth-Funkverbindung kabellos zur Basisstation. Die gespeicherten Informationen kann der Arzt später auswerten und damit eine fundierte Diagnose stellen.

MEDICA.de; Quelle: Fraunhofer- Institut