17.07.2007

ZVEI - Fachverband Elektromedizinische Technik

Moderne Geräte erlauben Reduzierung der Strahlendosis

Frankfurt am Main, 17. Juli 2007 – Moderne Untersuchungsgeräte sind in der Lage, die Dosis an ionisierender Strahlung, denen Patienten während einer Röntgenuntersuchung ausgesetzt sind, deutlich zu reduzieren. Nach Angaben des Fachverbandes Elektromedizinische Technik im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie können moderne Computertomographen die Strahlenbelastung gegenüber älteren Modellen um bis zu 30 Prozent reduzieren. Auch bei anderen Untersuchungsverfahren mit Röntgenstrahlen seien durch den Einsatz moderner Geräte deutliche Reduzierungen der Strahlendosis möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, bieten die ZVEI-Mitgliedsunternehmen zusätzlich spezielle Fortbildungskurse an. Die Anwender der Geräte werden damit in die Lage versetzt, alle technischen Möglichkeiten zur Dosisreduzierung auszunutzen.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte bei der Vorlage seines Jahresberichtes 2006 insbesondere auf eine Zunahme der Röntgenuntersuchungen mit Computertomographie-Geräten hingewiesen. Allerdings machten diese Untersuchungen lediglich sieben Prozent an der Strahlenbelastung der Bevölkerung durch medizinische Untersuchungsverfahren aus. Dennoch fordert das BfS dazu auf, soweit wie möglich Untersuchungsmethoden einzusetzen, die ohne ionisierende Strahlung auskommen. Dazu gehören insbesondere Untersuchungen mit Ultraschallgeräten und mit Magnetresonanztomographen, die ohne Röntgenstrahlen arbeiten.

Der ZVEI-Fachverband Elektromedizinische Technik betont jedoch, dass die medizinische Fragestellung ausschlaggebend für die Auswahl der Verfahren ist. Für die Darstellung von Knochen und festen Strukturen des Körpers sei die Untersuchung mit Röntgenstrahlen nach wie vor die sinnvollste Methode. Außerdem sei zu beachten, dass an die Untersuchung mit Röntgenstrahlen in Deutschland strenge Anforderungen gestellt werden. Für jede Untersuchung sei eine ausdrückliche Anforderung mit einer medizinischen Rechtfertigung notwendig. Durch diese Maßnahme, die in Deutschland durch die Röntgen-Verordnung geregelt ist, soll sichergestellt werden, dass die Belastung mit ionisierender Strahlung so niedrig wie möglich ist. Ein genereller Verzicht auf Untersuchungen mit ionisierenden Strahlen ist dem ZVEI zufolge deshalb nicht sinnvoll.

"Sobald eine Röntgenuntersuchung angeordnet ist, besteht der wirksamste Strahlenschutz darin, die modernste Technik zum Einsatz zu bringen", so Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des Fachverbandes. Dabei spiele das Alter der Geräte eine wichtige Rolle. Der Innovationszyklus liegt bei diesen Geräten nach Angaben des Fachverbandes bei unter drei Jahren. Zusätzlich zu dem Röntgenpass, der beim Bundesamt für Strahlenschutz kostenlos bestellt werden kann, sollte sich deshalb jeder Patient vor der Untersuchung nach dem Alter und dem Zustand des Untersuchungsgerätes erkundigen.