15.06.2011

Philips Medical Systems

Modernste Bildgebung im neurochirurgischen OP Asklepios Nord

Deutschland-Premiere: Modernste Bildgebung im neurochirurgischen OP Asklepios Nord

Hamburg - Die Asklepios Klinik Nord mit ihrer Neurochirurgischen Abteilung erweitert ab sofort das Leistungsspektrum für Schädeloperationen. Ein neuer Philips Hochleistungskernspintomograph (MRT) wird direkt neben einem ebenfalls neu ausgestatteten Operationssaal der Neurochirurgie in Betrieb genommen. Damit kann jetzt während einer laufenden Operation der mikrochirurgische Eingriff mit dem MRT kontrolliert werden.

„Der Einsatz eines solchen intraoperativen MRT-Systems beschränkt sich auf wenige spezialisierte Kliniken in Deutschland. Die Gerätekombination aus MRT und OP-Einrichtung in zwei benachbarten Räumen erlaubt es jetzt den Ärzten, beide Räume auch unabhängig voneinander einzusetzen“, so Professor Paul Kremer, Chefarzt der neurochirurgischen Abteilung. Diese moderne und wirtschaftliche Lösung, wie sie jetzt an der Asklepios Klinik Nord in Betrieb geht, gibt es bisher in Europa nur an zwei Krankenhäusern in Liverpool und Oslo.

Das intraoperative MRT findet vor allem Anwendung bei der operativen Entfernung von Gehirntumoren. Somit können während der Operation, also bei geöffnetem Schädel, neue MRT-Bilder angefertigt werden, die die Radikalität der Tumorentfernung überprüfen sollen. Wird mit dieser Kontrolluntersuchung noch Tumorgewebe gefunden, kann es sofort im direkt benachbarten OP entfernt werden. “Unsere Patienten werden von dieser intraoperativen MRT-Überprüfung profitieren“, so Kremer.

Auch von Herstellerseite ist so ein komplexes Projekt etwas Besonderes und erfordert genaueste Abstimmung, erläutert Ivar Nackunstz, Business Development Manager für interventionelle Verfahren bei Philips Healthcare. „Die Erzeugung von aussagekräftigen Bildern aus dem Körperinneren mit der Kernspintomographie ist heute weit verbreitet. Beim Einsatz in der Neurochirurgie haben wir es aber mit ganz anderen Anforderungen durch den Patienten zu tun. Der Patient muss zum Beispiel ganz ohne Erschütterungen vom OP-Tisch in den MRT gefahren werden können, alle verwendeten Geräte (zum Beispiel Fahrwagen, OP-Tisch, Patientenüberwachung) müssen mit dem starken Magnetfeld des MRT zurecht kommen und alle Arbeitsabläufe sollen natürlich schnell und zügig von statten gehen. Zusammen mit den anderen beteiligten Firmen hat Philips eine komplette MRT-Gerätekonfiguration zusammengestellt, die die besonderen Anforderungen für den neurochirurgischen Einsatz erfüllt.“

Bereits in der Planungsphase fand ein konstruktiver und intensiver Austausch zwischen allen beteiligten Firmen und den beiden Instituten der Radiologie und Neurochirurgie statt, um eine zügige Inbetriebnahme zu gewährleisten. Ab sofort wird das Asklepios Klinikum Nord nun ein erweitertes Leistungsspektrum in der Tumortherapie anbieten können.